brezelsreisen durch die Musik-Städte der Südstaaten

S.Crockett

Well-Known Member
#61
Ich verfolge gerade genüsslich euere Reise durch die Südstaaten.
Ich finde Nashville ist immer eine Reise wert, und ich würde Nashville immer Memphis bevorzugen.
Obwohl man ab und an den Blues bzw. den Bluegrass schon anhören kann.
Und wie man ab und an bei euch rauslesen kann, haste Du, auch den Blues geschoppen:007:
Viel Spaß euch noch in den Südstaaten
 

brezelman

Well-Known Member
#62
Natchez

Heute nehmen wir unsere Frühstücks-Veredelungs-Tasche mal nicht mit zum Frühstücksraum, denn unser Frühstück findet im Castle statt. Das Castle ist das schnieke Restaurant der Dunleith Plantation.
Unser B&B Twin Oaks liegt gegenüber, arbeitet aber mit dem Dunleith Historic Inn zusammen.

Das Gelände ist wirklich sehr schön. Das Castle auch, aber wir sind etwas verunsichert, wie das da so funktioniert. Leider ist keiner am Empfang, als wir eintreffen. Wir stehen ein wenig doof rum, bis uns ein Wasserbringer andeutet, wir sollen uns ruhig schon mal setzen. Dann schenkt er uns kaltes klarer Wasser in wunderschönen Gläsern ein.
Da sich aber nun keiner so richtig für uns verantwortlich fühlt, sitzen wir da und wissen nicht wie das so abgeht. Stoffservierten, edles Besteck, Gläser... Zum Frühstück? Nach über einer Woche Plastikmesser, sind wir nun noch mehr verunsichert. Da kann man ja gar nicht mit umgehen.
Schließlich stehen wir wieder auf und sehen uns das umfangreiche warme Buffet an. Viele Gravys, Eierspeisen, Bacon, Pattys, diese faserigen Puffer, Kartoffelecken usw.
Dann noch Obst, Milch, Joghurt und Kellogszeug. Jam und Butter stehen in kleinen silbernen Töpfen auf dem Tisch.

Ich lade mir erst einmal einen Teller voll Ei, Bacon und Hash Browns und fange an zu essen. Wieso ist kein Brot da? Ich frage jemanden nach Toast und Kaffee.
Ja kommt. OK! Kostet das dann extra??
Wir essen erst einmal weiter, dann fragen wir jemanden wie das denn so läuft hier mit zahlen und alles.
Also mit unserem Gutschein können wir alles bestellen was wir wollen. Auch Säfte, oder Bagels usw.. Zahlen müssen wir nix (nur Tipp). Gut zu wissen für morgen, dann werde ich denen mal zeigen was eine echte Brezel-Bestellung ist (mit Egg Benedikt usw.).
Also es war schon etwas befremdlich, dass wir da so am schicken Plantagen-Tisch sitzen und uns von jungen farbigen bedienen lassen. Bei Pizzahut ist das noch egal, aber hier war es etwas komisch.

Nach dem Frühstück sind wir durch den Garten/Park geschlendert, denn wir hatten noch etwas Zeit bis zu unserer Führung durch das Dunleith Antebellum Haus.

Die Führung war.... Super. Unser Führer konnte deutsch (hihi na klar) und wollte die Führung auf deutsch machen, die anderen 12 Gäste waren aber dagegen. Uns zuliebe, hat es dann immer von einem Zettel abgelesen wir viel Hektar denn seine Acres Angaben waren. Das war sein Running Gag. Sonst hab ich auch nicht viel verstanden. Sehr viele Infos in sehr kurzer Zeit.

Er hat aber sehr viel über die Sklaven gesprochen, die hier gearbeitet haben. Das fand ich gut.

Den Rest des Tages sind wir durch Natchez gecruist und haben ein paar weitere, schöne Antebellum Häuser zumindest von draußen besichtigt. Rosalie, Melrose oder Stanton Hall und wie sie alle heißen.

Ein weiterer Tipp ist die S Prong Rd. in Deer Park. Das ist kein richtiger Ort (auf der anderen Seite des Mississippi in Louisiana) und die Prong Road ist auch keine richtige Straße. Aaaaber wenn man über den Deich, über die kaputte Schotterstraße, fährt, dann ist fast direkt an der Abzweigung Deer Park Rd und S Prong Rd ein Wrack eines Mississippidampfers zu bestaunen.

Bitte mal "Deer Park Louisiana" bei Google eingeben und Bilder ansehen. Ich finde nicht nur das Wrack, sondern auch die Stelzenbuden beeindruckend. Wie St. Peter Ording in Cayou-Style mit Hinterwädler Charme. Poor White People. Es gibt nicht nur sehr ärmliche Häuser von Schwarzen, nein auch weiße können es hart haben.
Manchmal denke ich an die Slums in Afrika oder Asien, wenn ich sehe, wie manche Orte in den USA so aussehen.

Gewitter naht. Hunger auch. Wir entscheiden und für das "51 Zutaten" Salatbuffet bei Ruby Tuesday. Natürlich + Steak / Lachs / Chicken inkl. Beilagen wie Maccaroni Cheese oder Zucchini.

Draußen tobt wieder das liebgewonnene Nachmittags Wärmegewitter. Bringt Abkühlung von 96 auf 75 Grad, aber Waschküche. Das ist super, da wird unsere krause Kleidung wieder glatt. Man soll immer das positive sehen.

Eingekauft haben wir auch noch ein wenig, also fahren wir in unser B&B. Wir verbringen die nächsten Stunden auf der Veranda mit schreiben und lesen und klönen. Das Pupertier macht im Zimmer was mit YouTube oder so.

Jetzt gucken wir einen Film im Ipadkino.

Bis denne
 

Mühli

Moderator
Mitarbeiter
#63
Der Blues Gitarrist, der seine Seele dem Teufel verkaufte, war Robert Johnson ....


Den Abstecher nach Arkansas haben wir auch gemacht :0141:.
In Natchez hat uns von den Herrenhäusern Rosalie am besten gefallen - Hach herrlich " Die rote Rosalie "

wieder einmal schön mit euch zu reisen :007: mir fehlen allerdings die Bilder hier :009: :001::001:
 

claudia

Power-Mom und Moderatorin
Moderator
#68
Wir haben ja schon einige Reisen durch den Süden gemacht und die Plantagen besucht ( manche sogar 2x :022:) Bei allen Führungen wurde sehr eingehend auf das Thema Sklaven eingegangen, ich hatte manches Mal Tränen in den Augen ...

Mario, jetzt versteht Ihr sicher warum Nashville uns einfach nicht loslässt :barefoot: <3

Freue mich jeden Tag auf Euren Bericht und bin auch sehr froh, dass Deine Haarstyling jetzt mal erklärt wurde :compi:
 

brezelman

Well-Known Member
#69
Hallo Claudia,

ja eigentlich wollte ich mein Frisurengeheimniss ja mit ins Grab nehmen, aber nun ist es raus. Fühlt sich gut an, drüber gesprochen zu haben. Irgendwie befreiend....

Weiter im Text


Am morgen hat uns eine Katze besucht. Ein wenig Methadonprogramm für Brezelgirl die unseren Orlando-Smoky-Forrest (unser neuer Kater, denn Eddie-Spageddi-Rodruigez ist leider gestorben 2017) manchmal vermisst.

Das Frühstück war wieder nicht einfach, weil es heute kein Buffet gab. Wir mussten heute aus einer Karte wählen. Wir hatten zu wählen aus 4 Paketen mit warm oder 1x kalt. Eine Combi auf beiden war nicht möglich.
Na ja, unsere Frühstücksgewohnheiten mit "von allem etwas" und dann erst abends wieder was essen, werden wieder nicht erfüllt. Das liegt an uns.... ich weiss.

Nach dem Frühstück dürfen wir "unser" Haus besichtigen. Chef Regina Charboneau ist die Hausherrin, echte Natchezerin und sie ist stolz auf Ihr im Historic Dingsbums eingetragene Mansion (Twin Oaks).
Es ist wie ein Plantationhaus eingerichtet und bewohnbar. Sie hat Geschmack und wir sind begeistert. Wir verstehen Sie auch sehr gut.
Regina ist eine "berühmte" Köchin. Sie hatte 4 Restaurants in San Francisco. Stars wie John Boy Walton, die böse von Denver Clan, oder der erste Superman usw waren Ihre Gäste im REGINA's. Besonders stolz ist sie aber darauf, dass die Stones immer bei ihr essen waren und sie auch heute noch in Natchez besuchen.

Nun ist sie im Unruhestand, schreibt Kochbücher, gibt Kochkurse in Ihrer Küche und kocht Marmelade für das Restaurant ihres Bruders in Natchez. Das Biscuits&Blues. Da ist wohl auch Ihre Erfindng. In San Francisco gibt es auch eines. Scheint auch eine lokale Institution zu sein, wenn man sich die Homepage so anschaut.

Wie sind schwer begeistert, von dem Haus, von der Frau und von der Herzlichkeit. Sie druckt uns Ihre Liste mir den besten Restaurants in Nola aus. Sie zeigt uns am Computer an welchen Buch sie gerade arbeitet. Sie stellt die Herrenhäuser in Natchez mit wirklich tollen Bildern vor und stellt ein passendes Essen zu den Häusern und deren Besitzern zusammen. Sie lädt Brezelgirl ein, dass sie doch für längere Zeit besuchen soll, um ihr Englisch zu verbessern, sie könnte oben in den Zimmern eines ihrer 3 großen Kinder schlafen. Ähhh...ok... dann schenkt sie uns noch eines Ihrer Bücher, signiert es mit persönlichem Text und umarmt uns fest zum Abschied.

Ja, sooo sieht eine Führung durch historische Gemäuer aus. Wir sind versaut und beschließen keine weitere Mansion mehr zu besichtigen.

Nun aber los. Auto ist voll. Wir noch nicht so ganz, daher fahren wir kurz vor dem Zwischenziel (aus Ermangelung an Alternativen) noch bei McDonalds vor. Leider regnet es schon eine ganze Weile, so haben wir die schöne Autobahn über das riesige Atchfalaya National Wildlife Refuge nur durch Fliessgewässer auf den Scheiben sehen können.

Wieder leider ist der kleine, mühevoll recherchierte und ausgesuchte Bayoutour Anbieter auf dem Lake Martin heute nicht im Einsatz. Wir machen ein paar Bilder, sehen 2 Alligatoren beim streiten zu, streicheln einen Hund, sprechen nett mit 2 Bayouleuten, die grad angeln und erleben dann eine Überraschung.

Bevor wir ins Auto einsteigen, wird nebenan deutsch gesprochen. Offensichtlich plant man eine Kajaktour auf dem See. Wir kommen ins Gespräch.
Der Kajakfüher spricht auch deutsch und entpuppt sich als DER Bayouführer, welcher uns auf der USA Reisemesse im letzten November in Bremen für genau so eine Kajaktour empfohlen wurde.
Eine der Tourwilligen macht in D auch so Messen mit und stand letztes Jahr in Frankfurt auf der Messe am Louisiana-Stand und kennt natürlich die, mit der wir in Bremen gesprochen haben. It's a small World. I say you that.

Der Kajakführer, empfiehlt mir noch eine Strecke durch das Delta. Seiner Meinung nach die schönste Straße in Louisiana. Mal sehen, evtl. fahren wir übermorgen lieber die, als weitere Plantagen, an.

OK, wir müssen weiter.
Kurz vor Nola gibt es einen Unfall, der uns staubedingt eine Stunde kostet. Wir gucken im Auto "Küss den Frosch" und bereiten uns so auf das kommende vor.

Endlich im Holiday Inn Hotel angekommen, freuen wir uns über die gute Wahl. Wir sind direkt im French Quarter, nur einen Block von der Bourbon Street, haben ein Zimmer mit Einzelbalkon und ein wirklich schönes Nola Ambiente. In der Bar wird schon live Jazz gespielt. Toll.

Kurz im Zimmer aufgebrezelt (hihi) und dann in den Trubel. Der Hunger und der Durst treiben uns vor sich her. Schließlich treibt es uns ins HRC. Was sonst? Original Cajun Küche können wir immer noch machen.
Hier kennen wir uns aus, hier weiss man was man hat, hier gibt es PIN, Shirt und Shot, hier wird man immer sehr gut bedient, hier sind die Toiletten sauber, hier ist die Musik gut, hier müssen wir nicht warten, hier sind alle nett, hier bekomme ich Punkte, hier bekomme ich Geld dafür, dass ich so viel gutes schreibe über das Hard Rock Café.

Was soll man über die dritte B - Straße (Broadway, Beale, Bourbon) sagen....
Nicht so "schlecht" wir das 2. B, aber nicht so gut wie das 1.B.
Die Musik ist besser, der Blues hier, der Dixie und der Jazz sind cool und passend. Die Häuser mit den Balkonen sind echt klasse, aber der Alkoholausschank beschränkt sich nicht wie in Nashville auf die großen Bars, sondern findet, wie in Memphis, auch direkt aus dem Fenster, der kleineren Bars, auf die Straße statt.
Was scheinbar dazu führt, dass auf der Straße echt viel stark betrunkene Unterwegs sind. Es liegen sogar welche im Rinnstein.
Auch die Gerüche sind eine Erlebnis. Es riecht nach Alkohol, Moder, Essen, Menschen, Klimaanlage, Pipikakakotz, Hitze und Feuchtigkeit, in loser Reihenfolge.
Man fühlt sich sofort wohl.

Wir bummeln die Bourbon rauf und runter und beschließen morgen auf die auch sehr schönen Parallelstraßen auszuweichen.

bis denne.
 
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brezelman

Well-Known Member
#70
Ausschlafen kann schön sein. Ich setze mich so um 8am auf den Balkon. Die anderen brezel schlafen noch. Ich schreibe und genieße die Stimmung. Es ist warm und unter mir kreisen die Lieferwagen. Die ersten Passanten trinken aus Papiertüten. Ist wohl nicht den ganzen Tag und auch nur in der Bourbon Street erlaubt, offen zu saufen.

Wir schlendern durch die Royal Street zum Jackson Square. Auch hier Straßenmusiker. Toll, ich mag das.

Wir wollen Po’ Boys essen. Wir finden das Cafe Contalba - Creole, Cajun Cuisine.
Po’ Boy Sandwich sind überbackene Baguette, wie man es sie bei uns in jeder Baguetterie kennt. In HH und SH auch als Croque bekannt.
Hier ist das was ganz besonderes und wird entsprechend vermarktet und zelebriert.
Uns schmecken die belegten, warmen Baguette sehr gut. Endlich mal ein Gebäck mit Kruste.

Weiter über Umwegen zum Café Monde zum Beignet essen. Das sind Siedegebäcke wie Schmalzkuchen bei uns, nur in groß. Ich sach mal 120g. Auf den Teilen liegt ein Berg von Puderzucker. Dieser weht beim essen dann auf den Nachbarn und die eigenen Klamotten. Ein Riesenspass!
Überall findet man Spuren weißen Puders. Sieht aus wie auffen Klo einer Hollywood Disco ;/) Der Laden ist Touri. OK, aber er hat wirklich leckere immer frische, warme Beignets, guten Café und eine Topp Lage zu fairen Preisen.

Wir schlendern weiter zum French Market. Es gibt Ramsch aber auch ein wenig frisches und Gastro. Ich finds OK. Nebenbei sehe ich immer mal wieder etwas vom Halbfinale Belgien gegen Frankreich. Zufällig sehe ich das entscheidende Tor kurz nach der Halbzeit. Mist, ich war für Belgien.Was will man mehr. Klare Empfehlung. Must Do.
Uns geht’s gut, die Wärme empfinden wir schlimm, aber nicht so schlimm wie in Nashville am 4ten. Wir sind auch gut zu Fuß und die vielen Fotomotive machen einfach nur Spaß. Ich freu mich schon auf die Bilder der Lumix. Wir machen so viele gute Bilder mit den Apparaten, dass die Ausbeute mit dem Handy wohl eher mau ausfällt.

Habt Ihr schon mal jemanden gesehen, der Branding-Bilder mir einen Brennglas macht? = Bild 5 (Instagram) = unglaublich.
https://www.instagram.com/brezelsreisen/?hl=de

Wir bummeln wieder zurück bis zur Canal Street. Ein Icetea bei Starbucks für die große-kleine und dann zum Hotel. Der Pool ruft.

Frisch gebadet und mit Socken an, sitze ich nun mit meiner Lieblingsbrezelfrau auf unseren kleinen schmiedeeisernen Balkon. Wir trinken ein Glas Wein bzw. Bier. Die Sonne sinkt, die Jazzband unter und singt auch. Das ist grad wieder ein großer Moment.
Zitat Harald Juhnke. „Das schönste auf der Welt ist ein Nachmittag... keine Termine... und leicht einen sitzen.“
Womöglich hat er Recht ;-) Der Plan ist, gleich ein Abendbrot auf dem Zimmer (wir haben Baguette gekauft) und dann noch einmal los.
Wohin auch immer?
 
Zuletzt bearbeitet:

brezelman

Well-Known Member
#72
moin,
also ehrlich gesagt war es ein wunderschöner Abend auf dem Balkon. Wir haben dort lecker belegte Baguette gegessen (Dank an Brezelwoman auch hier) und uns verquatscht.
Irgendwann sind wir reingegangen haben zwischen den Betten einen Stuhl plus Koffer drauf gestellt, die Leinwand und die Box aufgebaut ...und haben den Rest von "Küss den Frosch" im iPad Kino mit MiniBose Sound geguckt. Irgendwie cool die gezeichneten Orte zu sehen, die wir heute besucht haben. Dann sind wir eingeschlafen. Ich zuerst!

Die anstrengende Bourbon Street 2x hinter einander bei Nacht hat uns wohl nicht gereizt.

Heute wollten wir ja eigentlich noch mal zu den Plantations der Gegend und die schönste Strasse von LA fahren, aber wir bleiben hier in NOLA. Es gibt noch viel zu sehen und uns gefällt es hier.

Garden District, Cemetrys, Magazin Street und am Abend fahren wir Steamboat. Yeah.
 

claudia

Power-Mom und Moderatorin
Moderator
#73
Heute wollten wir ja eigentlich noch mal zu den Plantations der Gegend und die schönste Strasse von LA fahren, aber wir bleiben hier in NOLA. Es gibt noch viel zu sehen und uns gefällt es hier.

Garden District, Cemetrys, Magazin Street und am Abend fahren wir Steamboat. Yeah.
Es muss ja auch noch etwas für die nächste Reise übrig bleiben ;)
 
#75
Neuer Tag neues Vergnügen...

Brezelwoman hatte einen hippen Po' Boy Laden keine 50m von Hotel gefunden. Da sind wir heute zum Frühstück hin. "Killer Po Boy" .... gute Bewertungen, aber wir waren nur mäßig geflasht. Na ja ... passt schon.

Dann haben wir unser Auto aus dem Valet Zimmer holen lassen. Ich gehe davon aus, dass der Wagen ein eigenes Zimmer hat, denn der Valet PP kostet uns 44$ die Nacht.

Nach 5 Minuten war er da. Super. Dafür Tipp 2$ Minimum. Weiter gehts auf 4 Rädern zum St. Louis No. 1, der ja nun Eintritt kostet, aber ich wollte mich von dem Unsinn gerne selber überzeugen.
Stimmt, ohne Führung keinen Zutritt.
Also weiter zum St. Louis Cemetery No.2. Wir finden rasch einen PP und besuchen die Grabstellen. Wir sind nicht alleine und haben daher auch keine Angst vor bösen Dingen, die einem hier passieren können. Es sind wohl schön böse Dinge passiert, wenn man zur falschen Zeit da ist. Das liest man z.B. bei Tripadvisor und in Foren.
Etwas Vorsicht ist wohl geboten, aber wir haben uns zu keiner Zeit auf keinem Friedhof unsicher gefühlt... und wir haben mind. 4 angefahren.

Nach dem Streifzug über diesen Cemetery sind wir weiter zu der Magazin Street, über welcher wir in den Garden District gefahren sind. Die Straße wird immer schöner, wenn man erst einmal unter der Autobahnbrücke durch ist.
Man fühlt sich weit weg von den Touri Straßen, man ist auf einmal Teil der Community.

Wir cruisen die Street bis zu einer Baustelle, fast am Ende. Da ist auch schon der Lafayette Cemetery No.1 in der Nähe. Der ist mal schön gelegen mitten in "da Hood".
Wir parken und schauen uns lange um. Schöne Gräber, viele Touren, bei denen man Infos aufschnappen kann und sehr viele Gräber mit deutschen Namen. So von Albrecht über Kaiser bis Wedemeyer. Kaisers sind übrigens neben Familie Wolf und Fuchs beerdigt. Das lädt zum Geschichten erfinden ein.

Etwas skurril wird es, als ein gut gekleideter, mittelalter Afro Amerikaner brezelwomans Birkenstocks so toll findet, dass er es schafft, sie von Ihren Fuß zu labern und nach betasten des Schuhs dann Ihre Füße betasten bzw massieren möchte. Das ganze ging so schnell und so ruhig, locker von der Bühne, dass man nur staunen kann. Fussfetischist, oder Gauner? Egal, jedenfalls Profi.
Nach einem beherzten THANK YOU (was heißen sollte... noch einen Schritt weiter und der brezelman haut Dir ne Blumenvase über den schicken Sonnenhut)... trollte sich der Kollege mit den Worten "ich hab das 8 Jahre lang beruflich gemacht" um woanders Füße zu massieren. Besser is!

Den brezeldamen war nun nicht mehr so wohl, daher sind wir bald gefahren, aber wir hatten eh schon alles gesehen.

Weiter cruisen durch die nette Nachbarschaft. Tolle Häuser. Die grüne Linie der Straßenbahn. Die Elite Uni. Der Park. Weit über die Straßen ragende Äste, behangen mit Mardi Gras Ketten.

Schließlich fahren wir zum Greenwood Cemetery, der wie der Metairie Cemetery mit dem Auto zu befahren ist. Hier sind die aktuellen oberirdischen Grabstätten bzw. Mausoleen. Davon haben wir schnell genug. Wir hatten genug fotogene Grabstätten für heute.
Über die Canal Street sind wir wieder in das French Quarter gefahren.

Im Hotel wurde unser Ford Expeditionsauto wieder in das Valet-Zimmer gefahren. Wir sind währenddessen in und an den Pool gegangen. Ein wenig plätschern, lesen, wieder abkühlen, iPhonesurfen, planschen ... usw.. Dann aber hoch und aufbre.... Hua hua...

So, nun zum Abendessen. Wir wollen gerne das hiesige "House of Blues" besuchen. In Vegas und Orlando kamen wir nie rein. Hier kein Thema. Es war nix los. Der Tempel gefällt uns sofort. Die Kellnerin ist super geil. Witzig, cool, aufmerksam, lernt etwas deutsch wie "auf Wiedersehen" von uns... und sieht sehr gut aus, wie ich finde. Das Essen ist auch sehr gut. Alle sind sehr zufrieden.

Weiter ins Sucre. Nicht weit weg und ein Tipp von Regina aus Natchez. Na ja, ich dachte das wäre eine Bakery, so wie auf Ihrem Tipp Zettel vermerkt, aber es war mehr eine belgisch-französische Patissierie. Ok, Brot gibt es hier nicht, aber sehr feine Kuchen. Wir teilen uns was schönes, feines, mit Cheesecake, Himbeeren usw. Und dann noch 2 Macaron für später. Schnäppchen sind was anderes, aber es ist wirklich ein sehr leckerer Nachtisch nach meinem Brisket-Sandwich.

Das Dampforgelkonzert der Natchez, haben wir schon vernommen, daher wird es Zeit zum Dampfer zu gehen. Eine Stunde vor Start sind wir an Bord und sitzen ganz oben bei der Dixieland Band. Die beiden großen Brezel genießen das Konzert. Mich erinnert das immer an die "Knoff Hoff Band" und ich finds toll. Das dritte Drittel der Brezelfamily scheint eher gelangweilt. Ist auch Ok. Dixieland Jazz muss man nicht mögen.

Pünktlich starte die Sunset Tour. Wir haben und bewusst gegen das Buffet entschieden und bereuen es nicht. Wir erkunden das Schiff. Man kann sogar die Räume betreten und den Dampfmachern und Schaufelradbewegern zusehen. interessant.
Ich find alles Ok, auch wenn alles ein wenig an HH Hafenrundfahrt erinnert. Aber ein echtes Steamboat.

Zum Schluss bei der Vorbeifahrt am nächtlich beleuchteten NOLA, mit der richtigen Musik von der Band, wird es richtig, richtig schön und romantisch. Wir tanzen sogar ein wenig und sind wirklich alle zufrieden und glücklich. Was kann man mehr wollen?

Nach dem Anlegen wird es nochmal sehr schön, denn die bereits gesehenen Stellen des Jackson Square usw verspüren Nachts noch einen anderen Charme.
In der Royal Street treffen wir einen alten YouTube Bekannten. Grandpa Elliot sitz mit Unterstützer da und gibt sein Konzert.

Davon haben wir geträumt. Bei Brezelwoman werden alle "Tränen der Rührung Knöpfe" aktiviert. Wir bleiben einige Lieder lang und wollen uns am liebsten von diesem YouTube Star gar nicht trennen. Der Typ ist aber auch mal gut. So ruhig, leise und so präsent. Wir "spenden" immer wieder was und wollen ihn am liebsten knuddeln.

Irgendwann muss man sich trennen, also sind wir über die Bourbonstreet dann Richtung Hotel. Heute war das Geruchskino gar nicht mehr so schlimm. Man gewöhnt sich halt an alles.

Morgen geht es ins HRCasino. Freu mich schon
 
#76
moin,
Morgen ist heute, also steht nix weiter an als die kurze Anreise nach Biloxi. Zwischenstopp bei den Cajun Encounters bei Slidell.
Ich habe es ja wirklich versucht bei kleineren und weniger touristischen Bayoutouranbietern, aber die fahren gar nicht, oder melden sich nicht auf Mails.

Wir haben gestern online gebucht und uns die Tickets im Hotel ausdrucken lassen.
Um 12:15 gehts los und man kann sagen, dass der Veranstalter sehr gut organisiert und dass die Tour schön und interessant ist.

Wir haben viel grünes, Schildkröten, Waschbären, Wildschweine, Spinnen, Schlangeneier, Reiher und jede Menge Alligatoren gesehen. Was man vom anfüttern halten soll, kann sich jeder für sich denken. Wenigstens benutzen sie keine Marshmellows, sondern HotDog Würstchen und etwas das aussieht wie in Sojasosse eingelegte, längliche Marshmellows, aber wohl was selbst gemachtes, gesundes sein soll.

Nach der tollen Tour mit einem echt gut aufgelegten, witzigen Capt'n, mit Highspeed und Idle Speed Fahrt, sind wir weiter nach Biloxi. Die Fahrt führte Middle Speed über Long Beach immer am Strand lang. Sofort ist man in einer anderen Welt, einem anderen Urlaub. Sieht irgendwie schon sehr nach Florida aus.

Im Hard Rock haben wir ein sehr schönes Zimmer gebucht. Platinum Tower Ocean View... und das ist echt gut umgesetzt mit dem View, denn die ganze Front inkl. Dusche und Waschbecken ist Glas. Nicht ganz bis zum Boden, weil ein Sofa, bzw. Das Waschbecken davor steht, aber wenn man im Bett liegt, hat man quasi eine Panoramaleinwand vor sich.
Mir gefällt der Blick aus dem 11. Stock sehr gut. Zur Begrüßung sehen wir sofort Delfine unten im Meer. Ach, wie freuen wir uns....

Wir gehen sofort in den Pool bzw. den Riesenhottub und geniessen ...alles.

Essen gehen wir natürlich im Hard Rock Cafe. Gut wie immer. Ich geh dann mal ein wenig Geld zum Fenster rauswerfen, und die Damen doddeln rum und geben ins Bett.
Naja, letztendlich bin ich ca. +|- 0 rausgekommen. Alleine macht das aber auch nicht so viel Spaß.

Gute Nacht.
 
#77
Ach, heute ist Freitag der 13.. Mein Glücks-, weil Geburtstag. Also gibt es nicht viel zu erzählen. Wir sind morgens noch in Pool, dann Sandwich essen beim Hotel eigenen Dunkin Donut und Abfahrt.
Puuh, dass denken andere wohl auch, denn alle sind unterwegs ins WE, oder fangen grad die Ferien an? Es ist seeehr voll. Egal ob wir Interstate oder Highway fahren. Immer Stau.
Der Weg ist dieses Mal ...nur der Weg.
Erst gegen Abend kommen wir in unserer Ferienwohnung in PanamaCityBeach an.
Auto leer - Wohnung voll. Magen und Kühlschrank leer. Also nochmal los und essen und einkaufen.
Jetzt sitzen wir mit vollem Bauch und vollen Kühlschrank, aber voll müde hier vorm TV und gehen gleich in unser „eigenes“ Schlafzimmer.
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#79
Haaaalt Stopp.

Ich hab erst im Dezember Geburtstag. Ich wurde an einem Freitag den 13. geboren. Daher "Glückstag".

Ach so.... nun kommt ja alles raus. Mannnomann jetzt werd ich aus dem Forum geworfen. Die Lüge meines Lebens, der Fehler der mir immer wieder, einmal im Jahr, ein schlechtes Gewissen macht.

Ja... ich habe wohl hier beim anmelden vor über 13 (da ist sie wieder meine Glückszahl) Jahren einen Tippfehler gemacht. Den Fehler habe ich dann ein Jahr später bemerkt, als ich viele nette Glückwünsche bekommen habe. Das war mir aber mal peinlich... gesagt habe ich daher nichts.
Das dies ein weiterer Fehler war, hab ich dann am 12.12. des Folgejahres bemerkt, denn noch mehr Menschen gratulieren mir. Und so weiter.....

.... und liebe Kinder, was lernt man daraus? Was ist die Moral der Geschicht?

Zur Versöhnung sende ich Euch ein Bild, dass Brezelgirl mir grad zum Geburtstag geschenkt hat.

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