Geschäftsmodell - Bayerisches Restaurant in Cape Coral

Emily01

Well-Known Member
#21
Interessant derzeit: Viele Unternehmen müssen aufgeben und stehen zum Verkauf. Die Pleite ist nicht das Business, sondern das fehlende Management. (privates Kapital, Rücklagen, Spezilaisierung, etc.) Da sind kleine Goldgruben versteckt, wenn man richtig sucht.
Kann schon sein, aber vielleicht sollte man trotzdem in ein Business investieren, von dem man auch was versteht. Ich gehe davon aus, dass dies bei Munich-Andy eben im Restaurantbereich der Fall ist.

lg

Emily
 

Emily01

Well-Known Member
#22
Und hier ein paar Reviews fuer House of Mozart in Naples:

http://www.tripadvisor.de/ShowUserR...855-House_of_Mozart-Marco_Island_Florida.html

Mein Fazit: Die Amerikaner kennen sehrwohl deutsches bzw. oesterreichisches Essen. Voraussetzung ist, dass Service und Qualitaet passen und man evt. das eine oder andere behutsam "amerikanisiert" (Groesse der Portionen etc.) dann hat man mit Sicherheit die noetige Kundenfrequenz.

lg

Emily
 

admin

Administrator
Mitarbeiter
#23
Letztlich sollte Andy sicher eine vernünftige Bedarfsanalyse vor Ort machen - ein paar Meinungen Pro oder Contra von Bekannten oder Freunden werden da nur bedingt nützlich sein.

Nicht außer acht lassen sollte man die Bedenken von Tom und Schorsch schon alleine deshalb, weil sie schon seit einigen Jahren dort drüben selber Betriebe erfolgreich aufgebaut haben und somit bereits viele der Fallstricke für Selbstständige und Existenzgründer kennengelernt haben.

Gerade die Gastronomie ist ja schon hierzulande ein heikles Gebiet, da liegen Erfolg unnd Mißerfolg oft dicht beieinander - und es gibt kaum ein Geschäftsfeld, wo man so viel, so lange (an Stunden pro Tag) und so hart für sein Geld arbeiten muss wie in der Gastronomie. Aber das weiß Andy sicher am Besten, wenn er bereits in diesem Bereich arbeiten sollte.
 

TiPi

Moderator
Moderator
#24
Gerade in Cape besteht doch der Bedarf an guten Restaurants! Ausser Rumrunners (das ich jetzt pers. nicht mal als sooo gut einstufen wuerde) gibts doch nicht viel.
Das seh ich völlig anders. Das Rumrunners ist ein Laden, der zu 80 % von Touris besucht wird. Die Einheimischen gehen neuerdings mehr und mehr auf die Pine Island Road, wo in der letzten Zeit sehr viele (und auch gute) Restaurants verschiedener Nationalitäten aufgemacht haben :007:
 

Caloosa

Well-Known Member
#26
Ein roter Faden zieht sich bei solchen Themen für mich immer durch... Deutsches Restaurant gleich welche Klientel? Viele rümpfen die Nase - im Urlaub geht man schließlich nicht deutsch essen... und kommen mit der Bemerkung, dass man von ansässigen Deutschen nicht unbedingt leben kann. Sicherlich hat es in der Vergangenheit auch entsprechende Negativbeispiele gegeben. Mir ist das nur irgendwie immer etwas zu einseitig. Wenn ich in Hamburg ein spanisches Restaurant eröffne, ziele ich dann auf ehemalige Gastarbeiter und Exilspanier als Klientel ab? In der Regel doch wohl nicht. Mit einem entsprechenden und guten Konzept läßt sich sicherlich auch in Südwest-Florida ein Restaurant mit deutsch/österreichischen Spezialitäten erfolgreich führen. Man sollte nur nicht den Fehler begehen, diesen billig-bayerisch-plastikhaften Einrichtungsstil mit einer 08/15-vermeintlich bayerischen Menukarte zu adaptieren - soll heißen, sich sehr viel Zeit für ein sehr gutes und stimmiges Konzept nehmen - was nicht immer gleichbedeutend mit alpenländisch sein muss. Dann sehe ich da ohne Weiteres gute Chancen.
 

Emily01

Well-Known Member
#27
Das seh ich völlig anders. Das Rumrunners ist ein Laden, der zu 80 % von Touris besucht wird. Die Einheimischen gehen neuerdings mehr und mehr auf die Pine Island Road, wo in der letzten Zeit sehr viele (und auch gute) Restaurants verschiedener Nationalitäten aufgemacht haben :007:
Ob es zu 80 % Touristen sind, wage ich zu bezweifeln. Es gibt viele Veranstaltungen, Hochzeiten, Firmenessen, Charity Events, Modeschauen und Familienessen etc., die naturgemaess eher fest in amerikanischer Hand sind. Und dann gibts dort noch die Eigentuemer der zahlreichen Condos und Haeuser in der dort, bei denen der deutsche Anteil ebenfalls nicht ins Gewicht faellt.

An der Pine Island Road haben sehr viele Restaurants eroeffnet, jedoch handelt es sich hier fast ausschliesslich um die ueblichen Franchise Ketten, die man in ganz Florida findet.

lg

Emily
 
F

floridamummel

Guest
#30
Das österreichische Lokal, wo meine ELtern jetzt jede Woche waren, heißt Gourmet Pavillion und das Essen dort ist super gut. Sauerbraten, Klöße, Kaiserschmarrn alles da.
Lage: Royal Palace Square, Colonial Boulevard.
 

clol0910

Well-Known Member
#32
hey, schaut mal hier, der Besitzer will verkaufen, vielleicht ist das was für euer Restaurant ? Liegt zentral und ist immer voll.

http://fortmyersschnitzelhouse.com/

gruss



Hallo
Wir spielen derzeit verschiedene Geschäftsmodelle für einen möglichen Umzug nach Cape Coral durch.

Eines davon ist die Eröffnung eines bayerischen Restaurants in Cape Coral bzw. Fort Myers. Dieses verstehen wir als wirkliches typisches Restaurant und nicht eine Allibi-Version, wie sie in Florida schon gehäuft existieren.
D.h. auch höchste Küchenqualität und ursprüngliches Speisenangebot.
Wie ist Eure Meinung/Einschätzung hierzu? Könnte so etwas in Cape Coral funktionieren?
Besten Dank für Eure Hilfe.

Andreas
 
#34
In CC und Fort Myers gab es in den letzten 11 Jahren 7 deutsche bzw. schweizer Restaurant. Alle haben wieder zugemacht. So sehr ich mir ein deutsches Restaurant in Cape auch wuensche glaube das dies nicht leicht werden wird.
In Fort Myers gibt es noch ein Oesterreicher mit wirklich sehr gutem Essen aber leicht haben die es auch nicht und wollen verkaufen.
 

Caloosa

Well-Known Member
#35
Soweit ich diese Lokale kennengelernt habe, ist mir aufgefallen, dass das Ambiente oftmals sehr zu wünschen übrig ließ, wenn die angebotenen Speisen auch ok waren. Soll also Erfolg zu verzeichnen sein, dann würde ich doch anraten, weg von diesem billigen pseudo-alpenländischen Chic mal ein anderes Design zu versuchen.
 

volker

Well-Known Member
#36
Es gab bereits 1988 in CC ein deutsches Lokal, Tannengarten, an der Del Prado, ich glaube heute ist da ein Steakhaus drin. Der Wirt war Sepp aus der Region von München, wenn nicht sogar direkt von München.

In diesem Lokal, Tannengarten, habe ich die teuersten Bratwürste meines Lebens gegessen. Sepp berechnet für das Paar seinerzeit umegrechnet knapp 20,00 DM. Einmal nie wieder ! Seine Devise seinerzeit: Ich arbeite hier in Florida nur 4 Stunden am Tag, das reicht! Das Lokal war offen von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr.

Auch dieser Bursche hielt es nicht lang in CC aus. Er baute sich damals zwar ein Prachthaus, in das er mich auch führte, aber zwei Jahre später war alles vergessen und verkauft. Er ging bereits Anfang der 90er Jahre wieder nach Deutschland zurück.
 
Zustimmungen: TiPi

Emily01

Well-Known Member
#37
Soweit ich diese Lokale kennengelernt habe, ist mir aufgefallen, dass das Ambiente oftmals sehr zu wünschen übrig ließ, wenn die angebotenen Speisen auch ok waren. Soll also Erfolg zu verzeichnen sein, dann würde ich doch anraten, weg von diesem billigen pseudo-alpenländischen Chic mal ein anderes Design zu versuchen.
Da muss ich dir wirklich zustimmen. Das Interieur dieser Lokalitaeten lässt aus meiner Sicht wirklich stark zu wünschen übrig. Was mich immer wieder erstaunt, ist, wie stimmig und vergleichsweise kostspielig viele der amerikanischen Kettenrestaurants eingerichtet sind. Da muss man natürlich aber erst mal finanziell tief in die Tasche greifen, um hier Schritt zu halten.

lg

Emily
 

ceerix

Derzeit im Forums-Urlaub
#38
Ich war vor 2 Jahren einmal in dem oben erwähnten Schnitzelhaus in Fort Myers. Hat gut geschmeckt, aber das Lokal selber und der Besitzer haben mich nicht vom Hocker gehauen.

Der Besitzer kam irgendwie "mutzig" rüber.

Die Öffnungszeiten sind auch gerade mal 4,5 Std. am Tag und Sonntags auch noch geschlossen.

Dieses Jahr wollte ich noch einmal hin, aber da waren Betriebsferien.

Bei anderen deutschen Restaurants sind teilweise die Preis völlig überzogen. Da würde ich als Amerikaner auch nicht unbedingt oft essen gehen und doppelt soviel bezahlen, wie in anderen Restaurants.
 
#39
Wenn ein Deutsches Restaurant in Lee County funktionieren soll, dann bedenke man dabei:

80% Deiner Gaeste sind Amerikaner und Kanadier.
10% Deiner Gaeste sprechen Deutsch.
10% Deiner Gaeste kommen aus Europa.

Habe ich gerade gestern gehoert:

Mit EUR 200 000 kannst Du heute in Cape Coral einen Riesenladen in bester Lage Down Town eroeffnen.
Dann hast Du ein gut eingerichtetes Restaurant mit mind. 120 Plaetzen plus Bar plus Dachterasse mit 100 Plaetzen.
Daraus machst Du ein bezahlbares Deutsches Erlebniss Lokal z.b. "Little Oktoberfest" mit max. 10 Deutschen Spezialitaeten zwischen US$ 8,00 - US$ 18,00. Am Wochenende mit offenem Grill auf der Dachterasse. Aber natuerlich "amerikanisiert". Das heisst: So wie sich die Amis das Oktoberfest vorstellen ~~~~~ !!!!!
Wenn man's "richtig" macht kann das sehr gut funktionieren.

Oder ?
 
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