Reisebericht USA Florida 2016 oder "Unbearably relaxed"

Fritz & Buddy

Well-Known Member
#1
N will Anfang 2015 unbedingt schon Florida für den Herbst 2016 fest machen.

Und als die ersten beiden Häuser, die sie anfragt, bereits vergeben sind, fühlt sie sich in Ihrem Vorhaben auch noch darin bestätigt. M und wir verstehen die Eile zwar nicht, aber soll sie mal machen. M, Sunny und ich sind schließlich nicht nur in diesen Dingen einfach "Unbearably relaxed".

So fällt die Wahl dann schließlich auf ein Haus ganz in der Nähe der Villa Elegance wo wir 2014 waren: Villa Vista.

Die hat auch ein schönes Dock. Gaaaanz wichtig finden wir.

Hier ist sie zu finden:

https://www.tripline.net/trip/USA_F...ably_relaxed-56643473261310129602FFFED8CDDDE7

Warum fahren wir eigentlich so oft nach Florida?

Ganz einfach:

Florida steht für Flip-Flops.

Morgens, mittags und abends.

 

Fritz & Buddy

Well-Known Member
#2
Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Life is better in Flip-Flops".

Freitag 21.10.16, Letzter Arbeitstag

Frohgemut will uns N, als sie nach Hause kommt, einchecken. Aber bitte was soll das denn? Da sitzt doch tatsächlich bereits jemand auf dem von N reservierten XL-Sitz neben M. Vermutlich auch noch irgend so eine Schnepfe. Air Berlin Hotline aber schnell! "Haben Sie umgebucht?" "Aber ganz bestimmt nicht!" Nach einer Stunde Hin und Her, längerer musikalischer Beschallung aus der Warteschleife, Auschecken und wieder Einchecken hat die Dame von der Hotline N wieder auf den reservierten Platz gesetzt. Mal sehen, ob sie sich morgen mit jemandem um den Platz streiten muss, weil der jetzt doppelt vergeben ist????

Es ist 19.51 Uhr, M fängt an zu packen. N hat gerade noch kurz eine neue Silikonbackform aus dem aktuellen Aldi-Angebot besorgt, denn sowas gibt es im Haus bestimmt nicht. Zumindest hatten wir das in der Vergangenheit noch nicht. Und Cinnamon-pull-apart-bread will in einer Kastenform gebacken werden. Ich finde ja, man könnte auch Zimt-Schnecken stattdessen machen, die brauchen nur ein Backblech, das auf jeden Fall vorhanden sein wird, aber ich trau mich nicht, das anzubringen.
 

Fritz & Buddy

Well-Known Member
#3
Samstag 22.10.16, DUS nach Cape Coral

5.15 Uhr, Meeresrauschen, Möwen... Ns Wecker klingelt, auf Ms Seite ein aufdringliches elektronisches Piepen. Jeder wird halt so geweckt, wie er es will. 6.30 Uhr, also fast pünktlich, verlassen wir das Haus. Die A40 ist recht leer, wenn man das von dieser Autobahn überhaupt je behaupten kann. N hatte ursprünglich bei Airparks einen Parkplatz gebucht aber vor einigen Wochen oder waren es Monate kam eine E-Mail der Parkplatz sei geschlossen, wir wären auf den anderen Parkplatz in Lohhausen umgebucht. Auch gut, hier waren wir ja auch schon mal. Allerdings bekamen wir beim letzten Mal eine direkte Info am Telefon, wo wir uns hinstellen sollen, heute ist "selber suchen" der Auftrag. Schwierig, denn es ist noch stockdunkel und der Parkplatz nicht so dolle beleuchtet. Wir bewundern mal wieder die ausgefeilten Parkkünste der lieben Mitbürger und finden dann doch noch einen freien Stellplatz, der mit orangen Baustellen-Hütchen vollgestellt ist. Pah, das schreckt M gar nicht, jetzt stehen sie eben irgendwo anders.

N stellt sich brav in die lange Schlange am Schalter an. M findet, die sei zu lang. Herzlichen Dank, jetzt darf N beide Koffer und den Rucksack in der Schlange weiterschieben. Tatsächlich dürfen wir in die kurze Schlange, da N ja schon gestern eingecheckt hat. Und wie sie gestern eingecheckt hat.

N: „Haben die in der langen Schlange alle noch nicht eingecheckt, oder sind die auch so dumm wie ich?“

Im Shop, der Liter Tequila „unsere“ Marke für 14,95€, hm, der will wohl mit?

Beim Cointreau kann N sich nicht entscheiden, der Preis ist gut, aber 2 Literflaschen zusätzlich schleppen. Hm, eher nicht.

Der Service an Bord des Air Berlin Fluges ist ausnehmend freundlich. N kommt bei dem knapp 10 Stunden dauernden Flug zwar nicht auf 8 Flaschen Dom Perignon aber zumindest auf 4 Pikkolos Henkell Trocken aus dem Bordservice. Und auch der Geflügelhackbraten und das kalte Schnitzel mit Kartoffelsalat zum Abendessen sind gut gewürzt. M nimmt Pasta, da der Hackbraten in Begleitung von grünen Bohnen anreist, aber auch die Pasta war offenbar ok.

Wir landen gegen halb Drei etwas später als geplant in Ft. Myers, da ein paar Koffer in Düsseldorf laut Flugkapitän verspätet an Bord gegangen sind und wir daher eine spätere Startzeit zugewiesen bekommen hatten. Mittlerweile gibt es hier am Flughafen in Ft. Myers auch die elektronische Immigration, aber wie es sich für einen Regional Airport gehört, stehen hier nur 5 Automaten, entsprechend langsam geht es voran. Auch wenn sich einige in leuchtend orange gekleidete Menschen sehr bemühen, das Ganze schnell und geordnet abzuwickeln und auch immer wieder helfend eingreifen. N&M nehmen diese Hilfe auch in Anspruch, da N im Eifer des Gefechts bei der Sprachauswahl mit dem Finger auf Chinesisch gekommen war und es schwierig ist, den Vorgang abzubrechen, wenn man nicht weiß, was da so steht.

Bei einer überraschend großen Zahl von Passagieren, können wir beobachten, steht am Schluss auf dem Bildschirm "Die Transaktion konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden", die dürfen sich dann nochmal in eine weitere längere Schlange bei einem Officer anstellen. Trotz des chinesischen Missgeschicks steht bei N&M "erfolgreich" auf dem Bildschirm und sie dürfen an der Schlange vorbei direkt zu einem Officer, ohne erneut anstehen zu müssen. Puh! Allerdings will der wissen, wann sie zuletzt in den USA waren und wann davor. Reisequiz? N&M dürfen noch kurz ihre Bargeldbestände offenlegen und dann ist es nach etwa einer Dreiviertelstunde auch schon geschafft. Die Koffer haben es in der Zeit natürlich sowieso geschafft und langweilen sich schon auf dem stillstehenden Kofferband. N hat zum ersten Mal "Skip the counter" bei Alamo hinbekommen und so können wir uns direkt zur Choiceline begeben und unter zwei Standard Modellen wählen. Einem unförmigen Kia irgendwas und einem Chrysler 200. Wir nehmen den Chrysler in grau (ein knallblau stand als Alternative zur Verfügung, schüttel...). N stellt fest, dass wir ein Virginia Kennzeichen haben, das hatten wir bisher auch noch nicht, zumindest soweit wir uns erinnern können und dann ausgerechnet in Florida.

Mittlerweile ist es 16.00 Uhr und so fahren wir direkt zum Haus. Ohne Navi möchte N hier an dieser Stelle betonen. Mittlerweile waren wir schon so oft hier, dass sie das alleine hinbekommt. Stolz. M meint er könne auch ohne Navi fahren. Ja, korrekt, fragt sich nur, wo wir dann ankommen. Aus dem Radio schallt BOB FM 102,9 mit "Take it easy", gebongt.

Der Publix am Cape Coral Parkway hat ganz sicher Big Wave meint N sich vom letzten Mal zu erinnern. Da der direkt am Weg liegt, springt N kurz rein und kauft den Restbestand des Ladens von genau 2 Sixpacks Big Wave auf.

Viertel vor Fünf sind wir am Haus und stellen nur schnell das Gepäck ab, nicht lange das Haus ansehen bittet M, lieber schnell die Zutaten für Frühstück und Abendessen besorgen und dann die Füße, bzw. Pfoten hochlegen. Der Sonnenuntergang lädt heute gegen halb Sieben zum Docken. Wer noch nicht weiß, was das ist, kann sich schon mal hier schlau lesen.

Ok, dann zuerst zum Walmart. Upps. Navi liegt noch im Haus. Egal, das kriegen wir auch ohne hin ist N sicher. Yup, auch das klappt. Im Liquor Store nur eine Miniflasche Cointreau zu $20. Die spinnen, die.... Beim Liquor Store neben Publix nicht viel besser, hier gibt es eine zwar doppelt so große Flasche allerdings auch für den doppelten Preis. Fertigen Margarita-Mix gibt es an jeder Ecke. Bäh. Ja mixt denn keiner hier seine Margaritas mehr selber oder ist etwa ein Cointreau-Embargo verhängt worden, über das man uns nicht informiert hat? Das würde auch die Mondpreise erklären. Bourbon ist hier allerdings auch doppelt so teuer wie daheim, Ns Embargo-Theorie scheint damit auf ziemlich wackeligen Füßen zu stehen. Fazit: Hätten wir mal besser in Düsseldorf die Flasche Cointreau noch mitgenommen. Hinterher ist man ja meist schlauer.

N springt bei "unserem" Publix rein, um schnell frischen Lachs zu kaufen, M wartet derweil im Wagen. Wieder draußen kann Sie den Wagen nicht finden, auf dem Stellplatz an dem Sie ihn vermutet steht ein Wagen, der aussieht wie unserer. Komisch der kann es aber nicht sein, denn der hat ein Florida Kennzeichen. Allerdings sitzt M im Wagen. Hm, kann das sein. N geht nach vorne und tatsächlich, der Wagen hat vorn ein Virginia- und hinten ein Florida-Kennzeichen. Was ist denn da bitte schiefgegangen?





Ausgerüstet für Abendessen und Sonntagsfrühstück fahren wir zurück. Jetzt aber schnell aufs Dock, die Sonne macht schon Anstalten zu verschwinden, jeder noch schnell ein Sam Adams oder wahlweise Big Wave geschnappt und ab auf die Adirondacks ans Wasser. Auch hier gibt es wieder springende Fische. Zum Teil springen sie so nah am Dock aus dem Wasser, dass N schon versucht ist, die Bratpfanne hinzuhalten. Aber wer weiß schon, was das hier ist, was da so rumschwimmt, bzw. springt?

Heute gibt es Dill-Lachs und Salat mit Limetten-Ahornsirup-Dressing.

28 °C, 32 miles.
 

Fritz & Buddy

Well-Known Member
#4
Sonntag 23.10.16, Cape Coral

2.00 Uhr N ist zum ersten Mal wach. Viel zu früh, wieder umdrehen. 4.00 Uhr immer noch zu früh. 5.30 Uhr ok, jetzt kann man schon mal den Laptop anmachen. Mhm, wo ist der, ach ja Küche. N läuft zur Küche und das schwarze Tier auf dem Boden läuft auch.... Bäh. Gut, dass N gestern schon den Bug Spray im Schrank gefunden hat. Die Menge, die sie auf das Tier sprüht, bis es auf dem Rücken liegen bleibt, hätte vermutlich gereicht, die ganze Familie mit auszurotten und Roaches haben bekanntlich Großfamilien. Egal, viel hilft viel. Allerdings muss sie jetzt erst mal den Rest Spray vom Boden wischen, nachdem das Tier per Kehrblech nach draußen in die ewigen Jagdgründe befördert wurde.

Was dürfen wir da im Fernsehen lesen: The Cubs have secured their first trip to the World Series since 1945.

M: "Ich wusste gar nicht, dass wir so viel Glück bringen."

N: "Aber wir waren doch letztes Jahr und nicht dieses Jahr dort."

M: "Ich weiß, aber mit uns kam die Wende. Und zur Feier des Tages könnte ich auch ein Cubs T-Shirt anziehen."

Einfach auf alles vorbereitet der Mann. Auch auf Unwahrscheinliches...

Knallblauer Himmel und 20 °C um 10 Uhr morgens laden uns zum Frühstück unter Palmen auf die Terrasse ein, gut, dass M von hier aus auch den Riesenfernseher und das Spiel Leipzig gegen Bremen sehen kann. Aus dem Bluetooth Lautsprecher schallt "Breakfast in America", das nenn ich mal eine passende musikalische Untermalung.

So, während M duscht ein kleiner Rundgang.



Master Bedroom



Master Bathroom







Dock











2. Wohnzimmer



Essecke



2. Schlafzimmer



3. Schlafzimmer



2. Bad





Unser "Wir sind da"-Anruf bei der Hausverwaltung hat bisher noch keine Reaktion hervorgerufen. Zur Sicherheit hinterlassen wir noch eine Nachricht mit unseren Handynummern und fahren wieder... zum Einkaufen. Gestern war ja nur so das Nötigste. Wie zu erwarten, wird M durch sein T-Shirt auf die aktuellen Erfolge der Cubs angesprochen.



Vorschlag umgesetzt, kleidungstechnisch immer gut auf jede sportliche Frage vorbereitet.

Danach haben wir uns Rumliegen am Pool verdient, finden N&M. Der tragbare Beoplay leistet gute Dienste und liefert Bayerische Rockantenne in 1A-Klang an den floridianischen Pool. Der Pool-Fuß-Temperatur-Test ergibt: "frisch". Aber wenn man erst einmal drin ist und sich warmschwimmt, ist es ja auch nur noch halb so schlimm. N liest Kathy Reichs, M schaut das Formel-1-Rennen und Sunny und ich genießen einfach die grandiose Aussicht.

N balanciert auf der eingebauten Sitzbank im Pool herum.

N: "Wenn ich hier jetzt danebentrete, dann bin ich weg. Und hier ist kein Rettungsring."

M (wirft eine Badeschlappe in den Pool): "Ich würde dir aber einen Rescue-Schlappen zuwerfen."

Ihhh, der macht den Pool dreckig, raus damit.

Während sich die Steaks auf Raumtemperatur aufwärmen, macht N die erste Margarita des Urlaubs, denn es wird Zeit zu Docken.









Am Himmel ist in der Ferne ein Schwarm Vögel im Formationsflug zu sehen.

N: "Was sind das für welche?"

M: "Keine Ahnung."

Ein Schwung Vögel fliegt über uns hinweg.

M: "Was sind das für welche?"

N: "Weiße Ibisse."

M: "Das vorhin waren auch Ibisse."

N: "Woher weißt du das?"

M: "Flugmuster!"

N: "Wo sind die Fische? Gestern waren mehr Fische."

M: "Dahinten ist ein Wasservogel."

N (achselzuckend) "Und?"

M: "Die Duck Patrol dort hält die Fische ab."

N (Kopfschütteln): "Woran siehst du auf die Entfernung, dass das eine Ente ist, die da schwimmt?"

M: "Flugmuster."

N (noch mehr Kopfschütteln)

Etwas später. Ein Fisch springt und dann noch einer.

N: "Ha."

M (zeigt in die Richtung des nicht mehr vorhandenen Wasservogels): "Die Duck-Patrol ist weg."

Heute gibt es Seasoned Steak und knusprig gebackene Kartoffeln. Die Kartoffeln brauchen deutlich länger als die im Rezept angegebenen 45 Minuten, eher knapp über 60 Min, aber die NY Strip Steaks sind perfekt gewürzt und gegrillt.

Um 21 Uhr sind N&M ziemlich müde und auch die Proteste durch M, den Fernseher nicht abzuschalten, dauern nur 10 Minuten. Nachtruhe ab 21.15 Uhr für heute.

28 °C, 8 miles.
 

Fritz & Buddy

Well-Known Member
#7
Montag 24.10.16, Lovers Key State Park

4.38 Uhr, na ja. Gut, dass Castle um diese Zeit auch schon arbeitet und wir ihm dabei zusehen können. Gestern Abend hat N noch für heute Morgen um 9 Uhr die Hausübergabe ausmachen können, daher lohnt es sich, um Sieben schon mal in die Dusche zu gehen meint N. M bevorzugt Bundesliga. N hat das Gefühl, dass hier im Haus offenbar auch wirklich jeder Fernsehkanal freigeschaltet ist. Bei der Hauseinweisung finden wir auch raus, warum der Pool so frisch ist mit 24 °C. Die Poolheizung läuft nicht. Der Pool-Service kommt auch so kurz vor Zehn, vieleicht bekommen die es wieder hin?



Nichts zu sehen. Wir sind auch ein paar Tage zu früh hier. Da konnten sich die Manatees und Delphine offenbar nicht drauf einstellen.



30 minute free viewpoint





As far as I know we have not been introduced yet.



So eine Gangschaltung hatten wir auch noch nie.

Wir lassen den (das?) Shuttle links liegen und laufen stattdessen zu Fuß zum Strand.

M: "Da drüben ist sportliche Aktivität."

N (sucht ein Kanu oder Ähnliches): "Wo?"

M: "Da drüben im Wasser, die Fische."

N: "Das ist doch kein Sport."

M: "Auch Fische müssen sich fit halten."

N: "Womit? Schwimmen vielleicht?"



Die Coastal Bird Brochure meint: The medium sized Reddish Egret has blue-gray plumage, a rusty-colored neck, and long legs. When hunting for fish it raises and flaps its wings to reduce glare which looks like a dance. Yup, können wir bestätigen. Allerdings seltsam, dass wir den all die Jahre noch nie gesehen haben. Auf Deutsch heißt er wie ne Krankheit: Rötelreiher (Egretta rufescens).





Willet (Tringa semipalmata) oder nicht ganz so schön auf Deutsch: Schlammtreter.

Wir gehen weiter bis an die Südspitze von Lovers Key, denn dort, weiß N noch, liegen alte ausgeblichene Bäume im Wasser und es ist weniger los. Nicht, dass es hier überfüllt wäre, aber direkt am Gazebo, wo der kostenlose Parkplatzshuttle hält, sind schon ein paar Leute am Strand.













Im Schatten einer Mangrove lassen wir uns für ein Stündchen auf einem mitgebrachten Strandtuch nieder und beobachten Vögel und Menschen. Eine Möwe versucht direkt vor uns einen halben Fisch zu verspeisen, was sie eine ganze Weile beschäftigt. Als der Fisch endlich drin ist, muss von ihr mit etwas Meerwasser nachgespült werden, der Fisch will schwimmen. Ein Paar versucht links von uns mit dem Boot am Strand anzulegen. Seine Technik: mit Schwung aufs Ufer fahren. Dummerweise dreht die Strömung das Boot immer wieder weg. Im sechsten Versuch klappt es dann auch endlich. Oh Mann. N meint, sie würde mit einem Boot doch nicht dorthin fahren, wo man auch mit dem Auto hinkommt, sondern zu Inseln fahren, die nur per Boot zu erreichen sind. Aber was wissen wir schon.



Ein Great Egret (Ardea alba) oder Silberreiher und ein Willet.



Gelber Schnabel, schwarze Füße.





Schwarzer Schnabel und gelbe Füße oder golden slippers, wie wir mal bei einer geführten Tour gelernt haben. Also ein...



Snowy Egret (Egretta thula) oder Schmuckreiher. Ich glaub das ist Ns Lieblingsvogel hier.

Eine Möwe läuft an N&M vorbei, als diese im Wasser watend langsam den Strand entlang zurückgehen. Auf Ms "Meins, meins, meins" (siehe "Findet Nemo") hält die Möwe kurz inne und schaut ihn an, als wollte sie sagen, "Stör mich nicht, ich hab's eilig, bin auf dem Weg zur Arbeit". 100 m weiter holen wir sie wieder ein, sie läuft immer noch zielstrebig die Wasserlinie entlang.

M: "Wenn du immer nur zur Arbeit läufst und nicht fliegst, dann kommst du zu spät und wer zu spät kommt, fliegt."

Im Walmart gibt es als 12er nur Sam Adams Oktoberfest und das Sixpack normales Sam Adams Boston Lager für $9,28... ne, da war ja sogar das Hawaiianische Bier billiger. Wir fahren zum Publix am St. Barbara Blvd. und holen Fire Rock und das wieder letzte Sixpack Big Wave. Das Sam Adams kostet hier zwar $ 2 mehr als beim Walmart aber zumindest haben die hier eine 12er Kiste. Also wirklich genau eine.

N&M setzen sich noch eine Weile an den Pool bevor es zum Docken geht. Per Anruf bekommen wir die Info, dass morgen eine neue Poolheizung eingebaut werden soll. Die hier hat offenbar den Geist aufgegeben. Heute Abend gibt es BBQ Lachs, BBQ Mashed Potatoes aus frischen Kartoffeln anstelle von eingefrorenem Kartoffelpüree und dazu wieder einen Kräutersalat. Das Ganze ist in etwa einer halben Stunde fertig gezaubert, ohne die Stunde Marinierzeit für den Lachs. Dazu gibt es eine Margarita, die hatte N gestern in größerer Menge hergestellt und den Rest im Gefrierfach aufbewahrt.

29 °C, 55 miles.
 
#10
Danke, das macht mich recht verlegen.

Danke auch an dich.

Ich fand es ja noch ok, aber M.... wollte partout nicht rein.
 
#11
Dienstag 25.10.16 Burroughs Home, Ft. Myers

Hey, schon 6.17 Uhr. Der obligatorische Kaffee im Bett wird heute in Begleitung von Charmed serviert. Mit guten Traditionen soll man einfach nicht brechen. Während wir unser Frühstück auf der Terrasse genießen, wird die neue Poolheizung geliefert und kurz bevor wir los wollen, kommt der Monteur. Ns Nachfrage, ob er irgendeine Form der Unterstützung von uns brauche, verneint er und daher machen wir uns auf den Weg nach Ft. Myers zum Burroughs Home. Unterwegs stoppen wir noch kurz beim Haus, das Mel und Chris nächstes Jahr gemietet haben. Vom Auto aus macht N ein Bild aber Rumlaufen trauen wir uns nicht, fänden wir auch nicht doll, wenn einer bei uns rumschleichen würde. Also weiter über die Midpoint Bridge nach Ft. Myers, wo wir gleich ganz offiziell am Burroughs Home rumschleichen dürfen. Beim ersten Besichtigungsversuch vor zwei Jahren standen N&M ja leider vor verschlossener Tür aber jetzt werden Di, Mi und Do wieder geführte Touren um 11 Uhr nach Voranmeldung angeboten. Statt der auf der Website ausgeschriebenen $ 12 pro Person zahlen wir nur $ 10, da offenbar kein Wechselgeld vorhanden ist. Auch gut.





Parlour



Library



Esszimmer



Treppenhaus mit einem (nicht im Blick) Bänkchen, wo die Verehrer Platz nehmen mussten, in der Hoffnung von einer der Töchter des Hauses empfangen zu werden.



Obere Etage



Schlafzimmer von Jettie Burroughs, einer der beiden Töchter.



Daddy's Arbeitszimmer



Daddy's Schlafzimmer



Das Bad, ganz unverkennbar. Das irre dabei ist, das Haus ist so wie es eingerichtet ist bis Anfang der 80er noch bewohnt worden. Nur in der Küche gab es wohl statt des Kühlschranks und des Herds vom Beginn des 20 Jahrhunderts etwas Moderneres.



Quartier der Hausangestellten unterm Dach. Ohne Klimaanlage bestimmt ganz schön mollig im Sommer.



Hier im Garten werden offenbar viele Hochzeiten gefeiert, aber so direkt an der lauten Straße mit Blick auf die Brücken. Neeee. Da gibt es hier doch definitiv schönere Stellen in der Gegend finden N&M.





Ein letzter Blick von außen. Ab nächstem Jahr soll auch das Haus auf der anderen Straßenseite zu besichtigen sein. Ok, dann kommen wir vermutlich nächstes Jahr wieder her.



Halloween nähert sich unverkennbar mit großen Schritten.

Wir fahren über die Brücke des Tamiami Trails wieder nach Cape Coral rein und stoppen beim großen Walmart am Del Prado, da N dringend einen Fleckentferner für Speiseölflecken braucht, denn offenbar kann sie entweder nicht unfallfrei Pancakes braten oder Salat essen. Die Kleidungsstücke der letzten Tage sind auf jeden Fall alle schon schön mit Fettflecken dekoriert. Sam Adams ist mal wieder die letzte Kiste, die M hier auftreiben kann, die Oktoberfest-Varietät gibt es dagegen in rauen Mengen. Wir kaufen auf diesem Wege durch store-hopping vermutlich noch den ganzen Bestand an normalem Sam Adams in Cape Coral auf.

Zurück am Pool widmen Sunny und ich uns wieder eingehend der Aussicht, N liest weiter ihren Krimi und M hört DFB-Pokal. Monika von der Hausverwaltung kommt vorbei und bringt uns einen Schwung neue Küchenhandtücher, da im Haus, bis auf zwei Exemplare, die leider aufgrund ihrer Kunstfaserbeschaffenheit ein Abtrocknen von Händen oder gar Geschirr definitiv nicht zulassen, keine weiteren und zudem funktionsfähigen Exemplare dieser Gattung zu finden waren. Außerdem bringt sie uns noch einen neuen Mixer, damit N auch ihren Geburtstagskuchen bekommt. Der vorhandene Mixer ist nämlich leider nicht mit Aufsätzen ausgestattet, also ziemlich zweckfrei und auch das mehrfache Durchsuchen sämtlicher Schränke und Schubladen des Hauses konnte die Rührstäbe nicht zu Tage fördern. Vermutlich sind die dort, wo auch immer die zweiten Socken hingehen.

Um kurz vor Sechs geht es mit den zwei restlichen Margaritas aufs Dock. Da müssen wohl morgen neue gemixt werden. Das geht mit dem floridianischen Margarita-Rezept aber auch viel schneller als daheim, wo ja immer noch der Limeade-Ersatz zusätzlich erstellt werden muss.

Heute Abend gibt es Honey BBQ Wings und dazu Honig-Senf-Rosmarin-Kartoffeln. Die Honig BBQ Sauce ist einfach genial lecker. Man schmeckt den Honig, die BBQ Sauce und den Tabasco raus.



Unser erstes Essensphoto... Wings frisch aus dem Ofen.

Ein frischer Wind ist aufgezogen und M kettet auf Ns Wunsch die Stühle auf dem Dock wieder fest, man weiß ja nie. Better safe than sorry. Leider schaffen es N&M mal wieder nur bis ca. halb Zehn wach zu bleiben, dann fallen die Augen schon wieder zu.

29 °C, 38 miles.
 
#12
Mittwoch 26.10.16, Four Mile Cove, Cape Coral

Eigentlich steht heute poolen auf dem Plan, aber da "schlechtes" Wetter ist, d.h. 27 °C, etwas schwül, windig und bedeckt, beschließen N&M, eine Runde durch die Four Mile Cove Eco Preserve zu drehen.



Etwas spät, aber das Schild steht nun mal hier.



So, alles klar, oder?



Hier kann mal die ganze Strecke von etwas über eine Meile über Boardwalks laufen.



Letztes Mal konnten wir hier ein paar Waschbären beobachten, heute gibt es "nur" Vögel. Einen Osprey (nehmen wir an, war etwas weit weg), eine Frau Anhinga (Anhinga anhinga oder Amerikanischer Schlangenhalsvogel), die feine Dame erkennbar am beigen Pulli und einen Schwung Weiße Ibisse (Eudocimus albus) oder auf Deutsch: Schneesichler.



Da kommt man wohl nur per Boot hin.



Die Hochhäuser dahinten stehen in Ft. Myers.



Rote Mangroven



Nix los heute am Lost Pond.





Weißer Ibis (Eudocimus albus) oder auf Deutsch: Schneesichler.



Was ist denn das?



Wilde Poinsettie (Euphorbia cyathophora)



Nicht nur Arlington hat eines.



Insgesamt brauchen wir fast zwei Stunden für eine Runde, aber N&M schleichen auch dahin, in der Hoffnung ein paar Tiere zu erspähen. N stellt dabei fest, dass Flip-Flops hier doch nicht eine soooo gute Idee waren. Nicht wegen der bissigen Insekten, da treffen wir nix, sondern eher wegen der doch nicht unerheblichen Geräuschkulisse, die dieses Schuhwerk so mit sich bringt.



Wir haben euch das Haus ja noch gar nicht von vorne gezeigt.

Auf dem Rückweg, den wir erfolgreich ohne Navi bewältigen, stoppen wir noch am Super Target und am Publix Ecke St. Barbara/Veterans Parkway, Essen für die nächsten zwei Tage ist gesichert. Es gehen auch tatsächlich noch ne Kiste Sam Adams und ein Sixpack Big Wave in unseren Besitz über und damit gibt es wieder einen Laden, dessen Vorräte somit erschöpft sind. Wieder am Haus versucht M am Pool, das BVB Pokalspiel per App zu verfolgen, was sich als gar nicht so einfach erweist, da bei unseren direkten Nachbarn erst der Rasenkantenschneider und dann noch der Aufsitzmäher zum Einsatz kommen. Pünktlich zur Halbzeitpause ist der Rasen aber wieder picobello und wir können endlich wieder ungestört lauschen. Das Ganze bis zum Elfmeterschießen hinzuziehen wäre allerdings nicht nötig gewesen.

Heute wird nicht gedockt, keine Sonne und windig, gar nicht schön. Aber es gibt wieder was Leckeres: Grilled Salmon with Mango Chutney und ein Salat mit Sweet and Spicy Mango Dressing und dazu ein paar rotschalige Kartoffeln.





Der Himmel wird noch richtig bunt, fast so als wolle er uns für das heute entgangene Docken entschädigen.

29 °C, 19 miles
 
#15
Donnerstag 27.10.16, Miromar Outlet Center, Estero

Nachdem N heute so um Mitternacht rum zwei Stunden wachgelegen hat, ist sie ganz froh, doch tatsächlich bis kurz nach Sieben geschlafen zu haben. Der obligatorische Kaffee und Charmed dürfen auch heute wieder nicht fehlen. Sonne? Fehlanzeige. Es ist warm und feucht und komplett bedeckt, aber ab morgen soll es wieder sonniger werden meint der Wetterfrosch. Gut, dass heute das Outlet auf dem Plan steht. Heute gibt es wieder perfekte Pancakes nachdem die gestern eher Pancakes al forno waren, weil N kurz durch das Schrubben des Backblechs vom Vortag abgelenkt war. N&M trödeln etwas rum und wir starten erst so gegen 11 Uhr. Beim Winn Dixie füllen wir die Tequila Vorräte zur Sicherheit schon mal auf und bekommen hier auch endlich die getrockneten Tomaten, die N schon seit einer Woche sucht. Hier ist auch das T-Bone-Steak im Angebot, prima. Allerdings mit Mitgliedskarte und die liegt... sicher verstaut in Deutschland. Wie doof.

Gegen 12 Uhr sind wir dann am Miromar Outlet und arbeiten in den nächsten 4,5 h die Einkausfliste ab. Wir haben auch einen Gutschein für eine Verlosung von $ 50 aber leider zieht M nicht den Ping-Pong-Ball mit dem Stern aus der Los-Tüte. Schade, aber wir bekommen als Trostpreis ein VIP-Coupon-Heft. Hm, ok, das haben wir schon aber egal. Sie hatten einen faire Chance. Bis auf einen neuen Anzug für M finden N&M auch alles, was auf der Einkaufsliste steht. Das war doch recht erfolgreich finden wir. So gegen halb Sechs sind wir zurück am Haus und N macht sich direkt an die Essensvorbereitung, da das Geflügel noch 2-3 h marinieren muß. Heute gibt es Jerk Chicken Skewers with Honey-Lime Cream, Salat mit Creamy Caesar's Dressing und Hawaiian Bread Rolls.

Während der Teig für die Brötchen ne Runde ums Haus dreht, also gehen muss, gibt es in der Küche ein kleine Electric Slide Einlage zu El Tiburon.

Der mittlere Brenner im Grill ging schon Anfang der Woche nicht und jetzt scheint auch der ganz linke nicht mehr zu wollen. N tippt auf "Flasche leer". D.h. morgen muß eine neue her, denn die Gasflasche in der Garage ist ebenfalls leer.

Einen Unfall haben wir auch noch zu melden, N ist so schusselig und will einen der Skewer mit dem Geflügel vor dem Herunterfallen vom Teller retten... mit bloßen Fingern. Dumme Idee, wie sich erweist, denn so ein Metall-Skewer ist logischerweise genauso heiß wie der Grill. 4 Eiswürfel später läßt es sich aber wieder aushalten findet N und es sieht auch so aus, als würde es keine große Blase geben. Glück gehabt.

29 °C, 49 miles.
 

jhon

Well-Known Member
#16
Die Links zu den Rezepten sind eine tolle Idee, :Danke: dafür :006:

Eine Anmerkung sei erlaubt: Der Link der eigentlich zu Creamy Caesar's Dressing führen sollte (ich liiiebe Caesar's Salad :D) führt zu Ahornsirup-Limetten-Dressing (und ich mag keinen Ahornsirup...)
Aber so habe ich zumindest beim Suchen nach dem Dressing auf der Seite die ganzen anderen leckeren Rezepte gefunden und gleich ein Bookmark gesetzt :007:
 
#18
Freitag 28.10.16 Estero Bay Preserve State Park, Estero

Das Übliche: Kaffee und Charmed. N beantragt heute Morgen online einfach eine neue Mitgliedschaft bei Winn Dixie und wie das so ist mit dem neumodischen Kram, gibt es dazu auch ne App mit einer elektronischen Mitgliedskarte. Läuft. Mal gespannt, ob sich die App auch daheim öffnen lässt, denn die Publix Webseite lässt sich von D aus nicht aufrufen und auch die Publix App ließ sich von D aus nicht laden. Hier vor Ort kein Problem. M schaut nebenher die BVB Pressekonferenz und schon haben sich die 4,95 € für das Derby am Samstag gelohnt meint er. Aha.

Ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse, dann geht M duschen und N stellt inzwischen die Einkaufsliste für heute zusammen derweil Dean Martin "That's amore" schmettert. Unterstützt wird er durch Geklapper von den beiden Herren am Haus rechts von uns, die dort das Boot reparieren und weiteren Handwerkern auf der anderen Kanalseite, die für irgendwas dort offenbar unbedingt eine Kreissäge benötigen.

M meint ja, dass er hier im Kanal vor dem Haus neulich beim Docken einen Alligator gesehen hat, N traut der Schilderung nicht so recht. Ganz sicher haben wir allerdings auf dem Rückweg mit dem Bimmelbähnchen auf Lovers Key einen gesehen. Dennoch ist die tierische Ausbeute bisher eher mager, von den gefiederten Exemplaren mal abgesehen. An einem der Häuser auf der linken Seite von uns ist vorhin auch ein ganzer Schwung Ibisse gelandet, die jetzt dort mit ihren Schnäbeln den Rasen löchern.



Heute steht die Estero Bay Preserve auf dem Plan. Wir starten am Winkler Point Trailhead des State Parks, allerdings hat die Info im Internet recht, dass die Wege hier bis Januar sehr nass sind. Das Infoschild am Eingang meint, wir wären herzlich Willkommen hier dennoch zu wandern, aber die Wege seien aufgrund der Nässe noch nicht gemäht. N&M wollen das "Real Florida" erleben und gehen los...





...so für ein paar hundert Meter geht das auch gut, aber dann ist Schluss. Waten in dem Wasser hier, nein danke. Wer weiß schon, was da drin rumschwimmt. Wir drehen um. Außerdem ist es verdammt heiß und schwül hier, kein Wind geht durch das dichte Gestrüpp. Ab und an raschelt es neben uns aber N&M können nichts ausmachen.



???



Das hier ist der einzig erkennbare Wanderweg.



Wir versuchen es stattdessen am südlichen Eingang des Parks und haben mehr Glück. Hier kommen wir deutlich weiter.



Hier kann man wenigstens ordentlich laufen und es geht auch ein kühlender Wind.



Während wir hier so über den mit Muscheln durchsetzten Sandweg laufen...

N: "Das ist wie am Strand, nur ohne Meer."

M: "Und ohne Fische."

Ty: ????



Wir nehmen den blauen Trail, der zum Fluss führt. Leider gibt sich kein Tier die Ehre, kein Wunder denn es braust ein leeres Ausflugsschiff vorbei, das definitiv die Hinweisschilder "idle speed" ignoriert. Jetzt sind wir froh, dass keine Manatees hier sind, denn die werden ja regelmäßig von solchen Booten verletzt werden.











Wir gehen ein Stück den gelben Trail weiter und enden an einer Mangrove. Aber hey, es gibt außer uns doch noch Tiere hier. Jede Menge Krabben. Das hier ist vermutlich eine Gulf mud fiddler crab. Mittlerweile sind wir jetzt insgesamt schon zwei Stunden durch die Wärme gestapft und N&M denken sehnsüchtig an den Pool. Den haben wir uns heute wirklich verdient, deshalb geht es jetzt zurück.



Was für ein Problem hat denn wohl dieser Besitzer?



Heute gibt es die Margaritas am Pool statt auf dem Dock.





Heute gibt es BBQ Chicken, Parmesankarotten und die restlichen Hawaiian Bread Rolls, die N als Teiglinge eingefroren hatte. Gigantisch lecker meint M.

30 °C, 57 miles.
 
#19
Samstag 29.10.2016, Palm Beach

Der Wecker klingelt um 5 Uhr. So früh aufstehen zu müssen ist wenig schön, so früh aufstehen zu können ist da schon besser. Aber es ist ja für einen guten Zweck, denn heute ist Geburtstagsgeschenktag. Es geht nach Palm Beach, wo eine Kombi-Tour von Whitehall und The Breakers auf dem Programm steht, die hat sich N von M zum Geburtstag gewünscht und da die Tour um 10 Uhr beginnt und wir 3 Stunden fahren müssen bleibt uns halt nichts anderes übrig.

Wir fahren an einem sehr bunt mit orangen und roten Lichterketten für Halloween dekorierten Haus vorbei. Ein paar Minuten später kommt uns ein Polizeiwagen in rot und blau blinkend wie ein Weihnachtsbaum entgegen

M: "Ach, die haben auch Halloween-Deko?"

Wir fahren sehr, sehr lange den Highway 80 entlang. Sehr gerade, sehr wenig los, bis auf Snowy White Egrets... Hunderte davon. Das hier sollte Snowy-White-Egret-Alley heißen. Pünktlich um halb Zehn sind wir am Flagler Museum, alles noch zu, daher spazieren N&M ein wenig herum. Am Golfplatz treffen wir auf Monk parakeet, (Myiopsitta monachus) und ein Golfball beinahe auf M. Puh, Glück gehabt, knapp vorbei.



Wir starten mit der geführten Tour im Erdgeschoß und sagen erst Mal dem Hausherren Hallo.



Henry Morrison Flagler



Breakfast room



Dining room



Ladies drawing room, man beachte bitte die Lampenschirme, pure Staubfänger.



Library



Innenhof



Ballsaal



Das ist nur ein Flur.



Billardzimmer



Speisesaal des ehemaligen Hotels, das hinten an Whitehall drangebaut war.

Die Führung dauert etwa eine Stunde und N&M erkunden danach auf eigene Faust den Rest des Hauses und den Pavillon mit einem der Eisenbahnwagen von Flagler. Den Eisenbahnwagen im Ft. Myers Museum fanden N&M allerdings schöner, der hatte sogar ein richtiges Esszimmer.



Treppenhaus



Green guest room



"Keine Ahnung mehr" guest room, war aber der für VIP Gäste.



Unverkennbar durch das Schild: Pink guest room.



Gold guest room



Master bedroom



Master bathroom mit Wanne und separater Dusche.



Auch vergessen room



Vermutlich das Zimmer der Hausherrin, ein "Traum" an Deko, denn nebenan ist ihr...



Morning room



Die Angestellten wohnten zwar auf derselben Etage hatten es aber etwas schlichter.





Pavillon





Salon im Eisenbahnwagen





Wir stehen auf der Rückseite des Hauses und schauen über den Fluss (oder ist es eigentlich eine Lagune?) rüber nach West Palm Beach.

M: "Ich wär jetzt bereit für einen unserer Delphine."

N: "Der müsste hierher ja um ganz Florida herumschwimmen, über Land geht ja wohl nicht.

M: "Ja und ist das etwa mein Problem."

Um halb Eins geht es weiter mit der nächsten geführten Tour durch die öffentlichen Räume des The Breakers Hotels. Ziemlich beeindruckend (auch die Preise... $ 350 in der Nebensaison). Gegen 14.30 Uhr machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Cape Coral.



Whitehall ist schon sehr beeindruckend aber kann bei Weitem nicht mit Biltmore mithalten, das war so das beeindruckendste Privathaus, was wir bisher gesehen haben. Ok ist ja auch das Größte der ganzen USA.

Gegen 17 Uhr sind wir wieder "zuhause" und finden, hier ist es deutlich netter und irgendwie floridianischer als in Palm Beach. M schaut das Derby auf BVB total und N macht inzwischen das Abendessen: Blackened chicken with San Francisco quinoa salad.



M: "Ich brauche ein neues Duschhandtuch, das hier benutze ich schon eine Woche.

N: "Das ist neu, ich hab deins vor zwei Tagen in die Wäsche getan."

M: "Ach du warst das?"

Ty: "Was denkt M denn, dass Sunny und ich das waren und überhaupt, er muss doch das Handtuch, was er gerade nutzt selber aus dem Schrank geholt haben... ach ich mag einfach gar nicht mehr drüber nachdenken."

Wir widmen uns wieder den Cubs, die leider gerade zurückliegen.

Unser Pool kann übrigens bunt...







29 °C, 286 miles.
 

Herzerl

Well-Known Member
#20
WoW! Toll, die Whitehall!! :006:da könnten wir ja glatt beim nächsten Mal nen Abstecher hin machen!
Der "Morning Room" der Hausherrin würde mir auch gefallen.... :claudi:
 
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