Von New York nach Kanada mit Mein Schiff 6

wesus365

Well-Known Member
#1
Seit ein paar Tagen sind wir unterwegs mit Mein Schiff 6. Unsere Route führt uns von New York über Boston und Portland nach St.John/ Kanada und danach nach Halifax bevor es wieder zurück nach New York geht.
Wir reisen das erste mal mit Mein Schiff und sind gespannt, wie der Vergleich zu Aida, mit deren Schiffen wir bisher dreimal untrwegs waren, ausfällt.
Die Anreise nach New York (Anreisepaket über TUI gebucht) erfolgte mit Swiss von Düsseldorf über Zürich nach JFK und verlief problemlos. Es gibt tatsächlich noch Airlines, bei denen das Essen schmeckt!
Der Transfer zum Schiff in Bayonne, New Jersey (2 Stunden Schritttempo) war für uns der Horror, für New Yorker der ganz normale Wahnsinn.
Unsere Balkon-Kabine (Variotarif oder wie auch immer das beinTUI heißt) auf Deck 10 mit Blick auf die Skyline ist schon mal super.
Bilder gibt es, wenn ich wieder zu Hause bin.
 

wesus365

Well-Known Member
#4
Der erste Tag in New York.
Nach den Anreisestrapazen wollten wir es ruhig angehen lassen. Da wir vor ein paar Jahren bereits in New York waren, hatten nicht das Bedürfnis nach Manhattan zu fahren.
Statt dessen war unser Ziel der Liberty State Park in New Jersey. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf die Skyline von Manhattan. Es verkehren auch Fähren nach Elis Island und Liberty Island. Wir haben den Haffenshuttle zur 34th Street genutzt, um dann mit der Lightrail die 4 Stationen zum Liberty State Park zu fahren. Mit dieser Linie könnte man auch weiter zum Exchange Place fahren, um dann mit PATH nach Manhattan zu kommen. Leider ist auf der Bahnstrecke gerade eine Baustelle, so dass wir eine Haltestelle vor unserem Ziel in Busse umsteigen mussten, die dann den Weitertransport übernahmen. Das macht das ganze sehr zeitintensiv. Die bessere Wahl wäre UBER gewesen und auch kaum teurer.
Der Liberty State Park ist eine gute Wahl gewesen: relativ ruhig, schöne Aussicht auf die Skyline.
Sehenswert auch das Empty Sky Memorial, eine Gedenkstätte für 9/11. Durch die beiden Wände schaut man genau auf die Lücke in der Skyline , die die Twintowers hinterlassen haben. Hier haben wir den Mittag verbracht.
Dann ging es wieder zurück auf das Schiff.
Um 18 Uhr dann die Abfahrt. Der Kapitän drehte netterweise noch eine Ehrenrunde um die Freiheitsstatue. Von unserem Balkon konnten wir die Ausfahrt genießen. 04F6CB98-D9A7-441F-9693-AE4801850C03.jpeg 2FD793AB-8CBC-4B55-9859-087964656909.jpeg 467BE6A7-41E2-47A1-801C-4A7A1E36F3C0.jpeg A3E75B4C-CB9C-444D-B9B4-BDDC2290BE52.jpeg 90FD9E43-F0DF-405B-85E3-757F9F408493.jpeg F86E2BE7-E687-4775-84FF-A89BF6362621.jpeg A28464EF-FB50-45BD-BDEA-302343A29CA9.jpeg C7EEA5A8-6CA9-4BA0-BB8D-AB0C5546AFF7.jpeg FF3E63C6-2F9C-4318-AC4D-4C55B916D24D.jpeg

Direkt am Pier befindet sich eine weiteres 9/11 Memorial: das Tear Drop Memorial
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wesus365

Well-Known Member
#8
Der erste Seetag verlief eigentlich recht ereignislos. Allerdings bemerkten wir irgendwann am späten Nachmittag, dass das Schiff plötzlich den Kurs änderte und drehte. Kurz darauf erfolgte die Durchsage des Kapitäns, das ein in der Nähe befindliches Fischerboot einen Notruf abgesetzt hatte und medizinische Unterstützung für zwei verletzte Seeleute benötigte. Da MS6 das am nächsten befindliche Schiff war, sei man zur Hilfe verpflichtet. Die beiden Seeleute wurden dann auch an Bord genommen, wie der Kapitän später mitteilte. Allerdings konnte bei einem nur noch der Tod festgestellt werden. Ein paar Tage später habe ich zufällig online gelesen, dass an Bord des Fischerbootes ein Matrose Amok gelaufen war und mehrere Seeleute mit einem Hammer und einem Messer verletzt hatte.

Tag 3 in Boston
Leider hatte sich das tolle Wetter des ersten Tages verabschiedet. Es war ziemlich kalt und windig, aber trocken. Wir hatten uns vorgenommenen, den Freedom Trail abzulaufen. Vom Hafen gab es wieder ein kostenpflichtiges Shuttle in die Innenstadt. Die Strecke (ca.3 km) kann man aber auch gut laufen. Wir ließen uns per Uber direkt zum Bunker Hill Monument fahren, damit wir nicht die selbe Strecke wieder zurück laufen mussten.
Boston hat uns sehr gut gefallen. Sehr sauber und adrett, sooooo viele schöne Pubs und Lokale.
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wesus365

Well-Known Member
#9
Tag 4 in Portland
Leider wieder nur Wolken. Aber man kann erahnen, wie toll es bei blauem Himmel aussehen muss. Die Stadt selber fand ich jetzt nicht so aufregend. Das Umland dafür umso mehr. Leider war für den Nachmittag Regen angesagt, was dann auch zutraf. Sonst hätten wir gerne eine Schiffstour gemacht.
Bedauerlicherweise erfolgte die Abfahrt erst, als es schon dunkel war. Der Blick auf die schöne Insellandschaft blieb uns somit versagt.
Dann noch die Hiobsbotschaft: das Ziel des nächsten Tages, Saint John/ Kanada, kann nicht angelaufen werden, da das schlechte Wetter die Einfahrt in den Hafen zu gefährlich macht. Alternativen gibt es nicht. Der Plan, möglicherweise einen Tag früher in Halifax anzulanden, konnte leider auch nicht verwirklicht werden. Unser gebuchter Ausflug zur Bay of Fundy, auf den wir uns sehr gefreut hatten, entfiel also. Statt dessen zwei öde Seetage hintereinander. Seetage sind für mich ein notwendiges Übel. Und dann direkt zwei nacheinander.......! 2DCF6C17-D2F5-48D6-954B-1D9DCC342075.jpeg 22190F71-F510-41B5-994B-CACB2DFD64D6.jpeg B36DFC39-BF7A-4BC6-83DF-2F67A69A31CD.jpeg 55B65310-CD6D-4AB9-8CA4-11E254E53B94.jpeg FD1614E8-AEF0-403C-99F0-6D97BD26EEDE.jpeg 612EDAA6-1D24-407E-B239-7A12810DE1EA.jpeg BB7B0925-4B06-438A-827A-A2919CA18832.jpeg BB0E113D-360B-499D-B5D9-BD1BCE05EF03.jpeg
 

wesus365

Well-Known Member
#10
Nach zwei Seetagen war Halifax/ Nova Scotia die nächste Destination. Wetter: mies. Wir hatten für den Nachmittag einen Ausflug nach Peggy‘s Cove gebucht. Den Vormittag wollten wir nutzen, um die Stadt zu erkunden. Bei Regen macht das weniger Spaß. Schade, denn der vom Schiff schnell zu erreichende Boardwalk ist eigentlich sehr schön.
Als es dann Zeit für die Abfahrt nach Peggy‘s Cove wurde, besserte sich das Wetter immerhin. Peggy‘s Cove ist ein kleines, idylillisches Fischerdörfchen mit ca. 35 Einwohnern. Allein heute lagen drei Kreuzfahrtschiffe in Halifax: die Zuiderdam, die Norwegian Escape und wir. Man kann sich also vorstellen, welche Menschenmassen sich in dieses Örtchen ergießen. Trotzdem ein schöner Ausflug. Hier konnten wir auch endlich ein Lobster Roll probieren. Ganze Lobster gabs auch, für umgerechnet unglaubliche 20€ - und das in dieser Touristenhochburg! Es soll übrigens auch in den hiesigen McDonald´s Lobster- Burger geben!
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Reisezottel

Well-Known Member
#11
Warum keinen ganzen Lobster, sondern nur rolls? Wisst Ihr, was Euch entgeht? Als wir dort oben waren, haben ungezählte Lobster ihr Leben für uns lassen müssen. Manchmal direkt auf dem Pier aus dem Lobsterpot sehr rustikal verzehrt :009:

Ansonsten lese ich begeistert mit!
 

wesus365

Well-Known Member
#13
Nach einem weiteren Seetag bei bestem Wetter (!!) liefen wir in den frühen Morgenstunden wieder in New York bzw. New Jersey ein. Ich bin extra um 5:30 Uhr aufgestanden, um nichts zu verpassen. Es hat sich gelohnt. Von unserem Balkon konnte ich das Einlaufen bei einem wunderbaren Sonnenaufgang erleben.
Für den Tag war ein Trip nach Manhattan geplant. Ziel war die Brooklyn Bridge. Wir wollten eigentlich mit Uber zum Fähranleger fahren, um die umständliche Fahrt mit Shuttle und Bahn zu vermeiden. Hat aber irgendwie nicht geklappt. Lange Wartezeit, also doch Shuttle und Bahn. Da man wieder wegen der Baustelle auf den Gleisen in Ersatzbusse umsteigen sollte, sind wie das letzte Stück gelaufen. An der Fähre war nichts los und der Blick auf die Skyline während der Fahrt super. Am Pier World Financial Center war die Hölle los, irgendein Marathon zugunsten einer 9/11 Memorial Organisation. Tolle Live- Musik und jede Menge Polizei und Feuerwehr. Wir sind zu Fuß zur Brooklyn Bridge und auf die andere Seite zu DUMBO - dem aktuelle Trendviertel. Hier hat man schöne Sicht auf die Manhattan - und Brooklyn Bridge und wiederum die Skyline.
Aus dem Rückweg ging es noch zum Oculus und zum 9/11 Memorial. Bei unserem ersten Besuch hatten die Arbeiten am Memorial gerade erst begonnen. Es ist, wie ich finde, ein würdiger Ort der Erinnerung geworden. Für mich sehr bewegend. Für einige Touris aber anscheinend ein Ort wie jeder andere, wenn man sieht wie die für Selfies posen.....:093:

Am nächsten Tag stand die Abreise auf dem Programm. Das hieß spätestens um 12 Uhr von Bord gehen, angeblich Vorgabe der Behörden. Allerdings stand unser Rückflug erst um 22:30 Uhrauf dem Plan. Wir hatten deshalb einen Ausflug gebucht: „Manhattan Highlights“, der am Flughafen endete. Das Gepäck blieb während des Ausflugs im Bus. Es gab Reisende, die direkt vom Schiff zum Flughafen JFK gefahren sind und dort stundenlang rumgesessen haben. Sofern man sitzen konnte. An dem entsprechenden Terminal gibt es nämlich nur sehr wenige Sitzplätze und auch sonst so gut wie nichts. Eingecheckt wird erst drei Stunden vor Abflug. Entsprechend war deren Stimmung.:mad:
Also war der Ausflug eine gute Entscheidung. Ziele waren das Rockfeller Center mit Besuch der Aussichtsplattform Top of the Rocks, Flat Iron Building, Grand Central Terminal, Mittagspause im Brookfield Place, Oculus, 9/11 Memorial.
Der Rückflug mit Eurowings war absolut in Ordnung. Die kleine Verspätung wurde wieder wett gemacht. Service: naja, eben Eurowings. Essen haben wir selbst mitgebracht. Was ich nicht in Ordnung finde: wenn ich ein An-und Abreisepaket über TUI Cuises buche, weiß ich je nach Buchungszeitpunkt gar nicht, wann und mit welcher Gesellschaft ich fliegen werde. Sowas wie die lange Zeitspanne zwischen Auschecken vom Schiff und Rückflug sollte anders gelöst werden. Bei anderen Touren konnten wir uns bis zum (zeitnahen) Transfer zum Flughafen noch an Bord aufhalten.
Mein persönliches (subjektives) Fazit zu Mein Schiff: wenn Preis und Route stimmen, gerne wieder. Im direkten Vergleich gefällt mir AIDA besser. Aber das ist sicher auch von anderen Faktoren wie Reiseziel, -Zeitpunkt und Schiff abhängig. Auffällig war, dass viele Stammkunden von Mein Schiff bei dieser Reise u.a. mit dem Service in den Restaurants unzufrieden waren. Verglichen mit unseren AIDA Touren war das Bar- und Restaurantpersonal bestenfalls als neutral und als nicht sehr aufmerksam zu bezeichnen. Der Kreuzfahrtdirektor beendete seine täglichen Ansagen immer mit dem Motto „Tun sie alles, was sie machen mit einem Lächeln ins Gesicht“ (kein Schreibfehler, er ist Holländer). Das Servicepersonal hatte davon wohl nichts mitbekommen.:0025: Das Kabinenpersonal war dagegen sehr freundlich. Unser Bettzeug wurde immer zu Tieren drapiert, was vielleicht auch mit einem Trinkgeld zusammen hing.
Zur Route: Neuengland werden wir sicher noch einmal auf eigene Faust besuchen - hoffentlich bald. Nova Scotia war schön, aber wenn schon Kanada, dann British Columbia.
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