Wie rechts sind die Schweizer?

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#81
Meine liebe, wenn du schon nachschaust, dann aber bitte genauer und mit weniger Polemik. Neue Synagoge impliziert nicht unbedingt Neubau einer Synagoge. Die von dir angesprochene Neue Synagoge in Berlin wurde zum jüdischen Neujahrsfest am 5. September 1866 eingeweiht. Soviel Genauigkeit sollte dann in diesem Zusammenhang schon sein.
Diese Synagoge war von Demi im Zusammenhang bzw. als Beweis mit der Äußerung
die nicht weniger "prunkvoll" als einige Kirchen sind
verlinkt worden, nicht im Zusammenhang mit
Während in D. eine Synagoge nach der anderen aufmacht
. Deshalb auch der Link auf das Bild, nicht auf den Artikel.

Wenn wir schon bei der Genauigkeit sind :0141:
 

amsel

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#83
Was ich noch sagen wollte.
Ich finde es schade, nun alle Schweizer in einen Topf zu werfen und zu sagen die Schweizer seien engstirnig, rechts etc....Mir persönlich geht das schon langsam auf den Wecker, man kann ja nichts anderes mehr lesen in den Zeitungen von TV und Internet ganz zu schweigen.Ich verstehe es auch nicht warum sich unsere Politiker die sich um wichtige Dinge kümmern sollten so etwas blödes anreissen können. Ich persönlich finde aber beten kann man überall, sei es nun im Wald in einer Kirche mit oder ohne Turm oder in einer Moschee mit oder ohne Minarett was zählt ist doch einzig und allein dass man es tut.
Gruss aus der Schweiz Amsel
 

Batsch

Well-Known Member
#84
Ich behaupte, dass es in der Schweiz nicht weniger oder mehr rechts Gesinnte gibt, wie in anderen Ländern rund herum. Diese Rechten, denen es grossmehrheitlich um Ausländerfeindlichkeit geht, machen mit ihrem Populismus aber nur einen Teil des Ergebnisses aus.
Denn ein weiterer Teil der Befürworter sind zum Beispiel Frauen, von der Hausfrau über die Akademikerin bis zur ganz linken Feministin, die sich dagegen wehren, wie sich viele Männer mit islamischer Gesinnung den Frauen gegenüber verhalten, die eine Gleichberechtigung mit Füssen treten. Das hat überhaupt nichts mit rechter dumpfer Gesinnung zu tun!

Sich häufende Berichte über Eltern muslimischen Glaubens, die sich kategorisch weigern, dass ihre Kinder am obligatorischen Schwimm- und Turnunterricht teilnehmen, die sich jeglicher Aufforderung der Schulbehörden widersetzen, haben die Situation auch nicht verbessert.

Zum Teil sind auch die islamischen Geistlichen/Führer an solchen Ergebnissen mitschuldig! Wann endlich distanzieren sie sich von den Extremisten/Terroristen in ihren eigenen Reihen? Oder gab es damals zu Zeiten der RAF Berichte, wo von "Attentäter/Extremisten christlicher Gesinnung" die Rede war? Warum nur heisst es jetzt immer islamistische Terroristen? Warum nicht einfach Terroristen?

Generell sollte doch einfach gelten, dass wenn ich mich als Gast in einem fremden Land aufhalte, dann habe ich mich den dortigen Gepflogenheiten und den dort gültigen Rechten und Pflichten anzupassen. Ansonsten habe ich meine Gastfreundschaft verwirkt und muss gehen.
 

admin

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#85
Denn ein weiterer Teil der Befürworter sind zum Beispiel Frauen, von der Hausfrau über die Akademikerin bis zur ganz linken Feministin, die sich dagegen wehren, wie sich viele Männer mit islamischer Gesinnung den Frauen gegenüber verhalten, die eine Gleichberechtigung mit Füssen treten.
Diese Gesinnung hat aber auch nichts mit dem Islam zu tun - Unterdrückung von Frauen wird von Männeren aller Religionen ausgeübt, Bestandteil einer Religion sind sie meines Wissens niemals. Soviel Rechte wie im Koran werden der Frau in der Bibel nicht zugestanden...

Generell sollte doch einfach gelten, dass wenn ich mich als Gast in einem fremden Land aufhalte, dann habe ich mich den dortigen Gepflogenheiten und den dort gültigen Rechten und Pflichten anzupassen. Ansonsten habe ich meine Gastfreundschaft verwirkt und muss gehen.
Ein Großteil dieser 400.000 Moslems in der Schweiz sind aber keine Gäste sondern Schweizer Bürger - nur scheinbar welche mit geringeren Rechten?

Wie schon mal von mir erwähnt: Mir ist das vollkommen schnurz ob die Minarette verboten werden oder nicht - ich begreife nur nicht wieso so eine Bauvorschrift in einer nationalen Volksabstimmung anstatt in einer örtlichen Bauvorschrift abgehandelt wird. So ist es doch ganz offensichtlich gegen (ein Zerrbild) des Islam gerichtet.

Natürlich gibt es eine ganze Reihe orthodoxer Moslems, die eine Gesellschaft nach der Scharia anstreben und die diese negative Bild des Islam prägen - nur warum schüttet man da das Kind mit dem Bade aus und schert alle über einen Kamm? Wir möchten doch auch nicht über die Minderheiten wie Nazis, Rassisten oder sonstwas definiert werden....

Letztlich ist das doch die Auswirkung einer Angst vor Überfremdung - dabei wird aber schön egoistisch gedacht: Die Folgen der Globalisierung wird dort gerne in Kauf genommen wo sie angenehm sind und dort bekämpft wo sie das persönliche Wohlbefinden stören.
 

freeman

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#86
Zitat: Sich häufende Berichte über Eltern muslimischen Glaubens, die sich kategorisch weigern, dass ihre Kinder am obligatorischen Schwimm- und Turnunterricht teilnehmen, die sich jeglicher Aufforderung der Schulbehörden widersetzen, haben die Situation auch nicht verbessert.


... und ganau das würde ich auch tun wenn der von mir praktizierte Glaube eben vorschreibt, das ab der Pubertät Männlein und Weiblein zu trennen sind

die Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden ist in unseren Ländern eben doch noch sehr entwicklungsfähig....

@jochen
mir ist ebenfall völlig wurscht ob Kirchtürme , Minarette oder Bohrtürme. Aber der Grundsatz "Gleiches Recht für alle" der muss gelten :007:
 

TiPi

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#87
Zitat: Sich häufende Berichte über Eltern muslimischen Glaubens, die sich kategorisch weigern, dass ihre Kinder am obligatorischen Schwimm- und Turnunterricht teilnehmen, die sich jeglicher Aufforderung der Schulbehörden widersetzen, haben die Situation auch nicht verbessert.

... und ganau das würde ich auch tun wenn der von mir praktizierte Glaube eben vorschreibt, das ab der Pubertät Männlein und Weiblein zu trennen sind
Sorry, aber bei dem Satz sträuben sich mir die Nackenhaare :0096:
Ich laß mir so schon ungern was vorschreiben, aber ganz sicher nicht von einer Religion :bang: :vogel:
Und wenn den Leuten unser Schulsystem hier nicht paßt, in Ihrem Land können sie das gerne so handhaben :009:
 

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#89
Sorry, aber bei dem Satz sträuben sich mir die Nackenhaare :0096:
Ich laß mir so schon ungern was vorschreiben, aber ganz sicher nicht von einer Religion :bang: :vogel:
Und wenn den Leuten unser Schulsystem hier nicht paßt, in Ihrem Land können sie das gerne so handhaben :009:
Es gibt jede Menge Moslems, für die IST das hier ihr Land - ja, auch deutsche Staatsbürger können Moslems sein....

Auch Zeugen Jehovas, Buddhisten, Hindus, Christen lassen sich von ihren Religionen eine Menge vorschreiben - und sie halten sich freiwillig dran und wollen sich nicht von Atheisten wie Dir oder mir vorschreiben lassen, ob sie sich an die Gebote ihrer Religion halten oder nicht.

So herum kann man das auch betrachten.....
 
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Caloosa

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#90
Und wieder verwundern mich die vielen guten Menschen hier. Toleranz wird gefordert, solange man davon selbst nicht betroffen ist. Ich gehe aber davon aus, dass ihr alle nicht in islamischen Ländern Urlaub macht, denn die geforderte Toleranz wird von westlichen Urlaubern zu 99.9 % nicht erbracht. Auch nicht von denen, die fordern, dass man sich den Gegebenheiten eines Landes anpassen (soll) muss. Denn es wird sich nicht angepasst. Westliche Frauen mit Kofptuch? Fehlanzeige! Westliche Frauen bekleidet im Badeurlaub am Strand? Fehlanzeige! Diese Liste ließe sich fast endlos fortführen. Was also wollen wir wirklich? Was erwarten wir? Ich für mich kann diese Frage wirklich nicht konkret beantworten.

Theoretische Diskussionen, was der Islam an Frauenbild zuläßt und was nicht, bringen einen auch nicht wirklich weiter. Wichtiger als der theoretische Ansatz ist doch aber der praktisch gelebte Glauben. Und der ist in der Meinungsbildung prägend. Der Islam ist also "frauenfördernd" und der Katholizismus "frauenfeindlich"? Theoretisch absolut korrekt! Im gelebten und täglichen Leben heutzutage empfinde ich das aber genau umgekehrt. Liegt nicht hierin das eigentliche Problem der Empfindsamkeiten, wenn es u. a. um die äußere Darstellung geht?
 

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#93
Theoretische Diskussionen, was der Islam an Frauenbild zuläßt und was nicht, bringen einen auch nicht wirklich weiter. Wichtiger als der theoretische Ansatz ist doch aber der praktisch gelebte Glauben. Und der ist in der Meinungsbildung prägend. Der Islam ist also "frauenfördernd" und der Katholizismus "frauenfeindlich"? Theoretisch absolut korrekt! Im gelebten und täglichen Leben heutzutage empfinde ich das aber genau umgekehrt. Liegt nicht hierin das eigentliche Problem der Empfindsamkeiten, wenn es u. a. um die äußere Darstellung geht?
Da hast Du sicherlich Recht - nur das diese gelebten Wahrheiten in meinen Augen nichts mit der religion zu tun hat - und da liegt der Hase im Pfeffer. Weder wird hierzulande der christliche Glaube nach Wort oder Sinn gelebt (zumindest nur von den Wenigsten) und genauso ist es halt in den moslemisch dominierten Ländern.
Da wird eine Kultur immer mit der Religion gleichgesetzt - in meinen Augen ein grober Fehler, aber eben herrlich bequem.
 

Florian B.

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#94
... das immer gleich alle schreien, ihnen würde etwas vorgeschrieben, wenn Kinder aus religiösen Gründen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen (den ich pädagogisch ohnehin für fragwürdig halte, ebenso wie Sportunterricht...)
sollen/dürfen.
Deswegen wird uns doch nichts vorgeschrieben.

Ein anderes Beipsiel...
Eine christliche Religion erlaubt Geschlechtsverkehr erst nach der Heirat.

Ich fühle mich zutiefst deswegen diskriminiert, was diese (mir fremde) Religion mir vorschreiben will!

Es ist immer eine Frage, wie ich etwas auffassen will...
 

TiPi

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#95
siehe das geschriebene von jochen

er hat jochen verstanden :007:
Versteh ich auch nicht :009:
Ich lebe in einem Land wo Religion und Staat getrennt sind und das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat. Darüber bin ich froh und wem das nicht paßt und wer meint, seine Religion schreibt Ihm Dinge vor, die mit unseren Gesetzen hier nicht vereinbar sind, ist m. E. fehl am Platze. :0141:
 

Caloosa

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#97
Da wird eine Kultur immer mit der Religion gleichgesetzt - in meinen Augen ein grober Fehler, aber eben herrlich bequem.
Ist hier nicht ein gelebte Widerspruch? Ich kann nicht gläubig sein, mich dem Islam zuwenden, aber im gelebten Leben mich auf eine Kultur berufen, um gewissen Dinge genau anders zu machen. Und was mir persönlich noch sehr viel mehr aufstößt, ist in diesem Zusammenhang das Wort Kultur. Ich kann einen Glauben leben, ich kann die Traditionen versuchen aufrecht zu erhalten, aber wenn ich den einen Kulturkreis verlasse und mich in einen anderen begebe, dann muss ich mich auch den kulturellen Gegebenheiten des anderen Landes oder Kulturkreises anpassen. Und wir hier in Westeuropa leben nunmal nicht in einem islamischen Kulturkreis. Und insofern kann ich daraus auch keine Forderungen ableiten.
 

BiMi

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#98
Versteh ich auch nicht :009:
Ich lebe in einem Land wo Religion und Staat getrennt sind und das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat. Darüber bin ich froh und wem das nicht paßt und wer meint, seine Religion schreibt Ihm Dinge vor, die mit unseren Gesetzen hier nicht vereinbar sind, ist m. E. fehl am Platze. :0141:
:0096: Echt? Und wie werden die Kirchensteuern gezahlt? :009:
 

D-MAN

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#99
Ich glaube, dass Tom nicht das Geld meint(außerdem kannst Du in D aus dem Verein austreten und dann kommt niemand und verhaftet Dich dafür, Tom ist meines Wissen nach auch ohne Mitgliedsausweis mittlerweile) sondern z.B. die "Religionspolizei" die es in verschiedenen Islamischesn(arabischen) Staat gibt.
 

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Und wir hier in Westeuropa leben nunmal nicht in einem islamischen Kulturkreis. Und insofern kann ich daraus auch keine Forderungen ableiten.
Das ist mir zu eng gefasst. Eine Kultur ist doch nichts statisches, das lebt und verändert sich doch dauernd durch verschiedenste Einflüsse, Strömungen, gesellschaftliche Entwicklungen. Schau Dir die Architektur der letzten Jahrhunderte an, die demonstriert das doch viel dauerhafter als der Umgang der Menschen miteinander. Allein in unsere Lebenszeit haben sich doch schon so viele kulturelle Dinge geändert, das kann man doch nicht ignorieren.
Und warum sollen Moslems, Juden, Buddhisten, Hinduisten usw. nicht auch das recht haben zu versuchen Teile ihrer Ansichten in unsere gemeinsame Kultur zu integrieren? Das Recht, dass zu versuchen ist doch nicht geringer als das Recht der Konservativen eben genau das zu unterbinden versuchen. Wer sich letztlich durchsetzt ist dann wieder eine andere Frage und hat auch was mit Demokratie und mit dem Umgang mit gesellschaftlichen Minderheiten zu tun.
 
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